Überführung nach Hause – mit Hindernissen – 2040 Seemeilen in 2019

Ich versuche das mal in kurze Worte zu fassen:

Chillax aus Mönkebude nach Stettin überführt, damit wir dort im AZS, quasi unserem geliebten Stammverein, den Mast legen können und das Boot nach Berlin bringen können. Unter Motor (da ja der Mast gerissen ist und um nichts zu riskieren) das Boot nach Stettin gebracht.

8.35 Uhr ab in Mönkebude

17.15 Uhr an AZS Stettin

43 Seemeilen auf der Logge

Info beim Anlegen im AZS: Schleuse Hohensaaten WEST ist gesperrt, ab hier geht’s nicht weiter. Es liegen schon 12 Berliner Boote und warten… Schleuse soll frühestens ab 01.11. wieder geöffnet werden. Also einen Monat Liegeplatz in Stettin gebucht und bezahlt. Kurios: Damit zahle ich nun diesen Monat 4 Liegeplätze 🙂 Berlin, Mönkebude, 2. Boot in Kiel und jetzt noch Stettin.

Wir haben das Glück und meine Freundin ist auch grad zu Besuch in Stettin und leiht uns ihr Auto, damit wir mein Auto in Mönkebude abholen können und dann nach Berlin kommen.

Einige Wochen später ist nach vielen Telefonaten klar: Die Schleuse Hohensaaten WEST macht zum 01.11. wieder auf ABER… der Oder Havel Kanal wird ab dem 11.11. für einen Monat wieder gesperrt, da eine weitere Bombe gefunden wurde… also ganz enges Zeitfenster.

Wir fahren mit dem Zug zum Boot, kommen kurz vor Mitternacht am Boot an. Es liegt Eis an Deck, es ist bitterkalt. Minusgrade und in der Kajüte nur 3 Grad. Die Heizlüfter brauchen ein Weilchen, damit es muckelig wird im Boot und wir schlafen können.

Wir planen die Tour nach Steckdosen, denn zum Schlafen brauchen wir Strom für die Heizlüfter. Also bleiben nur Schwedt, Marina Oderberg, Marina Marienwerder, Havelbaude…

Am nächsten Morgen legen wir bei eisigen Temperaturen in Stettin um 9.30 Uhr ab und fahren bei Eiseskälte bis Schwedt. Dann sind die Knochen kalt. Wir graben uns durch den Schlamm an den Steg. Wir stecken fast 70cm im Schlamm, dafür liegt das Boot schön ruhig. Abends besichtigen wir Schwedt und gehen schön essen.

28 SM auf der Logge

Am nächsten Tag legen wir um 9.15 Uhr ab und haben arge Probleme, das Boot freizubekommen. Nur mit einigen Minuten Schiebehilfe und freischaukeln bekommen wir den Kiel aus dem Schlamm. Auf geht’s… es ist aber etwas wärmer, dafür feuchter.

Die Schleuse Hohensaaten ist offen, wir passieren problemlos, ebenso das Schiffshebewerk Niederfinow. Um 17.00 Uhr machen wir bei letztem Licht in der Marina Marienwerder fest, kurz bevor der starke Regen einsetzt.

37 SM auf der Logge

Am letzten Tag entscheiden wir spontan, ob wir nur bis zur Havelbaude fahren, oder ganz durch. Wir entscheiden uns für „ganz durch“. Wir legen um 7.45 Uhr ab und machen Tempo. Passieren die Schleuse Lehnitz, dann die „Bombenstelle“ (der Kleingarten ist komplett umgegraben). Da die Schleuse Spandau auch geschlossen ist (was auch sonst…) müssen wir den 22 km Umweg über die Schleuse Plötzensee und Schleuse Charlottenburg nehmen. Um 16.45 Uhr Uhr haben wir dann im Klub im Rupenhorn festgemacht und sind nach 8 Monaten wieder zurück.

40 SM auf der Logge

Am nächsten Tag haben wir dann gleich den Mast zum Rigger gefahren, das Boot bekommt nun ein komplett neues Rigg, welches in 2 Wochen fertig sein soll. 14.50m John Mast warten auf uns.

Das wars dann wohl für diese Saison.

Abrechung:

  • Insgesamt 2040 Seemeilen auf der Jahreslogge
  • Motor überholt
  • komplett neues Rigg

nach dem Mastlegen – no way to Berlin

Tschüss, Stettin

Schwedt – Wassersportzentrum

Schiffshebewerk Niederfinow

schon ein schickes Boot…

herbstlicher Kanal

Mastübergabe beim Rigger in Spandau

zu Hause angekommen im Klub am Rupenhorn

longus Mastus 🙂

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