Letzter Tag: Netzelkow – Mönkebude

Der Abend war ziemlich alkoholisch, so zum Urlaubsabschluß… daher haben wir heute etwas ausgeschlafen, gefrühstückt und sind dann gegen 10 Uhr bei Nullkommanull Wind unter Motor zur Brücke Zecherin gefahren. Diese öffnete um 12.45 Uhr und wir tuckerten über das spiegelglatte Haff und Hitze nach Mönkebude. Hier machten wir dann nach 22 Seemeilen heute die Leinen fest.

Dann schnell was gegessen, Norbert wollte dann direkt nach Hause fahren. Nach dem Abschied hab ich das Boot innen und aussen sauber gemacht und alles ausgeräumt.

Ich bin dann gegen 18 Uhr nach Berlin zurück gefahren und war nach 1.55 Stunden zu Hause.

Das war seit Jahren der schönste Urlaub. Wir haben kurze Etappen gehabt und landschaftlich war es traumhaft. Das Wetter war absolut in Ordnung. Wir hatten untypisch wenig Regen und tolle Segeletappen.

Insgesamt 483 Seemeilen haben wir im Kielwasser hinter uns gelassen. Es gab keine Defekte oder Unfälle.

Norbert und ich planen schon den nächsten Urlaub. So machen wir weiter. Die Work Life Balance muss sich weiter zu Life entwickeln. Es ist genau der richtige Zeitpunkt dafür.

Die Jamboree war großartig, dennoch könnte ein Boot mit Achterkajüte noch praktischer sein. Mal schauen, was das Leben so bringt.

Brücke Zecherin
Karnin
stilles Stettiner Haff
Grün…
Mönkebude voraus
Geputzt, gesaugt und aufgeräumt, fertig für weitere Abenteuer

Lohme/Rügen – Netzelkow/Achterwasser Usedom

Die Heimreise steht an. Ableger um 10 Uhr in Lohme auf der Nordseite von Rügen. Wir erwarten 4 bis 5 Bft. aus SO, binden ein Reff ein und… binden es an den Kreidefelsen schon wieder aus. Allerdings können wir nach einem Holeschlag in Richtung Bornholm dann auf Steuerbordbug einen Anleger an der Sassnitzbucht bis zum Südperd fahren. Bei 5 bis über 6 Knoten rauschen wir am Wind bei super Sonne dahin. Dann geht’s mit halbem Wind am Ruden vorbei und wieder mit rauschendem Amwindkurs durch die Knaakrückenrinne bis nach Freest. Meist motoren wir hier, heute Full speed unter Segeln. Dann bergen wir vor Freest die Segel und fahren eine Stunde unter Motor bis zur Brücke Wolgast. Wir hätten keine 5 Minuten später ankommen dürfen, die Brücke öffnete direkt bei unserer Ankunft um 17.45 Uhr. Das nenne ich mal Timing 😁

Dann noch 2 Stündchen unter Motor bis ins Achterwasser von Usedom, hier legen wir um 19.45 Uhr in Netzelkow an. Der Hafen ist eine absolute Ruine, aber viele freie Liegeplätze gibt’s hier 😁 Das Restaurantschiff ist geschlossen, aber wir genießen den letzten Abend gemeinsam an Bord. Irgendwie schön hier.

Tschüß Lohme
Reff eingebunden
Kreisefelsen Rügen
Lief super
Wolgast just in time
Netzelkow im Achterwasser

Kaeseberga – Lohme

Heute gibt es nicht viel zu berichten. Es gab KEINEN WIND.

Nach dem Frühstück sind wir kurz nach 9 Uhr losgefahren. Das Wasser war spiegelglatt und der nicht vorhandene Wind kam auch noch von vorne. Die Sonne brannte und wir motorten 52 Seemeilen nach Rügen und legten um 18 Uhr in Lohme an. Wir sind wieder fast zu Hause. Kein gutes Gefühl, dass bald der olle Trott wieder losgeht…

Im Dunst der Windpark zwischen Bornholm und Rügen
Lohme in Sicht

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Hörvik – Skillinge – Kaeseberga

Jetzt geht es mit großen Schritten zurück. Daher müssen wir jetzt Meilen machen. Leider auch gegen den Schwächen Wind, also heute Motortag.

Ableger um 9.50 Uhr in Hörvik, an Hanö vorbei über die Bucht in Richtung Skillinge. Hier wollen wir etwas Diesel bunkern. Um 17.10 Uhr laufen wir in Skillinge ein und stellen fest, dass der Tankwart telefonisch nicht zu erreichen ist. Also bemühen wir Google Maps und siehe da, in ca. 800m Entfernung gibt’s einen Tankstellenautomaten. Wir holen zwei 10l Kanister Diesel, tanken, und legen um 17.55 Uhr wieder in Skillinge ab. Der Hafen ist ok. Weiter geht’s 11 Meilen an der Küste entlang um die Ecke bis nach Kaeseberga. Hier begann ja unser Schweden Abendheuer. Gegen die tiefstehende Abendsonne laufen wir um 20.10 Uhr nach 54 Seemeilen ein. Müde kocht Norbert noch ein leckeres Essen und morgen gibt’s den nächsten Großen Step rüber nach Rügen.

Drottningskär – Karlshamn – Hörvik

Den Tag beschreibe ich mit den Worten: Wir sind doch kein Motorboot 😁

Bei keinem Wind und brennender Sonne frühstücken wir in Ruhe und stellen uns nach Sichtung von „Windy“ und „Windfinder pro“ auf einen wundarmen Tag unter Motor ein. Wir müssen jetzt ja in großen Schritten zurück nach Hause, wollen Samstag in Mönkebude zurück sein. Noch sind wir fern der Heimat. Also Motor an und Ableger in Drottningskär um 10.15 Uhr. Wir motoren aus der Karlskrona bucht aufs Meer hinaus und werden mit frischer Brise empfangen. Statt 1 Bft. sind das eher 4 bis 5 Bft. Wir setzen die Segel und müssen gegen den Westwind kreuzen. Eigentlich war das Ziel Hanö, aber wir müssen noch Proviant nachkaufen. Da es so gut läuft, wir nur einen Holeschlag aufs Meer machen müssen und nach der Wende hoch am Wind Karlshamn anliegen können, entscheiden wir dort wieder festzumachen und den Supermarkt zu plündern. Hier kennen wir uns ja schon aus. Kurze Wege zum Einkaufen aber hässlicher Hafen.

Es wird ein traumhafter Segeltag und die alte Dame rennt zügellos. Perfektes Segeln, der beste Segeltag seit langem! Wir segeln aussen um die Schären zurück, wo wir auf dem Hinweg innen durchgefahren sind.

Adiós Drottningskär
Im Hintergrund wieder Hanö
Segel geborgen vor Hörvik
Hörvik

Zwischendurch bekommen wir sehr nahen Besuch von einem U-Boot.

Um 16.30 Uhr Bergen wir im Hafen von Karlshamn die Segel, konnten bis hier rein anliegen.

16.40 Uhr liegen wir fest im Hafen und flitzen in die Stadt zum Willys Supermarkt. Dort lassen wir 80 Euro und schleppen alles zum Boot. Keine Stunde nach dem Anlegen werfen wir um 17.35 Uhr die Leinen los. Segel setzen und ab über die Bucht nach Hörvik. Das liegt gegenüber Hanö und ist nur ein guter Etappenhafen. Mit bis über 7 Knoten Peitschen wir auf Anliegerkurs über das Meer, bergen vor Hörvik um 19 Uhr die Segel und liegen um 19.15 Uhr fest, nach einem kniffligen Anlegemanöver mit frischem Wind von der Seite.

41 glückliche Seemeilen liegen heute im Kielwasser, wir sind müde und erschöpft. Norbert kocht noch ein Chili, ich wasche ab. Wir immer in diesem Urlaub.

Fazit: traue niemals Windy und Windfinder. Sei glücklich und segle schnell 😊👍🇸🇪

Der 5-Häfen-Tag: Torhamn – Stenshamn – Ungskär – Utklippan – Drottningskär

Der Tag beginnt wieder mal ohne Wind. Gleich vorab: Das sollte so bleiben… Motorboottag – mal wieder.

Nach dem Frühstück im Sonnenschein legen wir um 10.15 Uhr in Torhamn ab. Es war wirklich schön hier. Kein Wind, viel Sonne, so motoren wir durch den Schärengarten. Ziel, nochmal viel sehen heute von der schönen Ecke hier. So fahren wir um 11.45 Uhr Stenshamn an. Ein kleiner Hafen, nur zwei weitere Boote liegen hier. Wir legen nicht an, wollen ja nur mal schauen. Kurze Runde durch das Hafenbecken und dann geht’s weiter nach Ungskär gegenüber. Dort schauen wir um 12 Uhr rein. Hier kommen nur flach gehende Boote rein. Bei 1.60m ist in der Ansteuerung Feierabend. Für uns mit 1.35m Kurzkiel kein Problem. Es ist so schön hier, dass wir für eine Kaffeepause und Fotos bleiben. Absolute Empfehlung dieser Hafen, den wir dann um 12.45 Uhr wieder verlassen. Utklippan steht auf dem Zettel, der berühmte Felsen vor der Küste Südschwedens. Äußere Klippe bedeutet der Name, wie mir Norbert erklärt. Utklippan klingt da romantischer. Wir kommen auf Utklippan um 14.10 Uhr an. Es gibt hier nichts, ausser Pflanzen, Felsen und Möven. Es ist aber echt schön hier. Hier könnte man es aushalten, besonders bei dieser Windstille, die hier fast nie herrscht. Sonst tobt hier immer das Meer. Aber wir woen weiter und legen Kurs auf Aspö. Hier auf der Insel vor Karlskrona liegt der Ort Drottningskär, der hübsch vor einer Festung liegt. Wir kommen hier in Drottningskär um 16.45 Uhr an und haben heute somit 5 Häfen gesehen und haben 29 Seemeilen im Kielwasser.

Leider befinden wir uns seit Utklippan auf dem Rückweg 🙁

Stenshamn
Kurze Runde durchs Hafenbecken
Ab nach Ungskär
Ungskär
Auf nach Utklippan
Möwensuchbild
Super schön auch hier
Trockenklo
glasklares 11 Grad kaltes Wasser
Drottningskär auf Aspö vor Karlskrona

Karlskrona – Torhamn

11 Seemeilen heute im Kielwasser…

Der erste Regen im Urlaub, der länger durchhielt. In der Nacht begann es zu regnen und wir checkten die Wetterapps, wann es denn besser werden würde.

Gegen 12.35 klappten wir das Cockpitverdeck nach hinten und machten die Leinen los. Wir fuhren in den Nachbarhafen und tanken dort 50l Diesel für 1500 SEK. Dann motorten wir bei völliger Windarmut durch die Schären. Wir legten den Kurs durch die Möcklusundbron, da diese 18m Durchfahrtshöhe hat. Es nieselte beständig, aber das Ölzeug hielt uns ja trocken. Wunderschöne Landschaft zoge vorbei und ich hatte den Kurs so abgesteckt, dass wir an einigen schönen Häfen vorbei kommen. Wir wollten dann überall mal reinschauen und dann bleiben, wo es gefällt. Torhamn, Stenshamn bis Utklippan waren anvisiert. Um 15 Uhr lag Torhamn vor der Nase und wir schauten mal rein. Da es uns spontan so gut gefiel, machten wir die Leinen im kleinen gemütlichen Hafenbecken fest und blieben gleich hier. Diesen Urlaub werden keine Meilen gefressen, der Weg ist das Ziel.

Gegen 19 Uhr hörte es auch auf zu regnen und wir spazierten in der näheren Umgebung herum. Schön ist es hier.

Regentag
Einfahrt Torhamn

Karön – Karlskrona

Der Abend war dann doch noch ziemlich laut, da die Motorbootfreunde ihre Außenbeleuchtung und Aussenlautsprecher testen mussten.

Der Morgen begann trübe und vernieselt. Nach dem obligatorischen ausführlichen Frühstück machten wir das Boot klar. Um 10.50 Uhr machten wir auf Karön sie Leinen los. Eine wirklich schöne Insel wird uns in Erinnerung bleiben, man sollte jedoch vielleicht nicht am Wochenende hier sein. Da kommen die Schweden und feiern.

Bei sehr wenig Wind motorten wir zwischen den Schären. Aussen, auf der offenen Seeseite vor Hasslö, wurde es dann sehr schaukelig. Hier stand die Welle genau in den Sund. Vor der Hasslöbron mussten wir knapp 40 Minuten warten, bis die Dehbrücke öffnete. Nach der Hasslöbron kam dann der Wind optimal und wir konnten mit zwei anderen deutschen Booten eine Vorsegelregatta segeln. Bis Karlskrona lief es wie auf Schienen mit über 5 bis 6 Knoten.

Hasslöbron
Vorsegelregatta
Karlskrona Skyline

Um 14.20.Uhr machten wir dann in der Stadtmarina die Leinen fest

Wir besichtigten das tolle Marine Museum. Eintritt kostenfrei und wirklich imposant. Zwei U Boote, mehrere Marinekreuzer und diverse Dinge aus der alten Zeit haben uns beeindruckt.

22 Seemeilen im Kielwasser

Tjärö – Ekenäs auf Karön

Es fällt uns schwer in die Gänge zu kommen um bei schönstem Wetter diesen traumhaft schönen Flecken Erde zu verlassen. Mittags erst machen wir sie Leinen los und setzten die Segel. Zwei Stunden lang segeln wir durch die Schärenlandschaft und nehmen den nächsten Tipp eines Segelkameraden wahr… Der kleine Hafen gegenüber von Ronnebyhamn auf der Insel Karön.

Wir machen an der Heckboje fest und liegen sehr schön. Die Insel wurde uns als wunderschön versprochen und das hält sie auch. Ein schöner Spaziergang durch wilde Natur und alten mondänen Villen begeisterte uns. Abends kamen dann die Wochenendschweden mit ihren Motorbooten und es wurde etwas trubelig.

Trotzdem ein absoluter Tip hier!

11 Seemeilen heute im Kielwasser

Hanö – Karlshamn – Tjärö

Nach einem wunderwunderwunderschönen Sonnenuntergang auf Hanö kochen wir in die Koje. Ausschlafen ist angesagt, hier sind jetzt die Etappen kurz.

Wir legten gegen 11 Uhr auf Hanö bei absoluter Flaute ab. Bei der Überfahrt nach Karlshamn wehte kein Lüftchen.

Vor Karlshamn kamen die ersten Schären in Sicht, die Zufahrt auf Karlsham jedoch war wegen der Industrie weniger romantisch.

Vorbei an der Festung fuhren wir direkt in die Stadt, Ziel war nur einkaufen. Es musste nicht schön sein. Anleger um 12.50 Uhr nach ca. 10 Seemeilen. Wir ließen bei Willys dann 76 Euro und legten um 14.20 Uhr wieder ab. Die Stadt haben wir nicht weiter besichtigt, uns zog die Natur von hier weg.

Weiter ging es dann durch die Schären hindurch, auch mal ab vom Hauptfahrwasser durch den Mulo Sind an Västra Bokö vorbei weiter durch den Boköfjärdenum um dann gegen 16 Uhr im kleinen Hafen von Tjärö festzumachen. Hier liegen wir vor Heckboje in traumhafter Natur. Es ist fantastisch hier. Wir wollen nie mehr hier weg.

Heute 20 Seemeilen und gewaltige Eindrücke im Kielwasser.

Nach