Ende 2019

So nun war es soweit. Da das neue Rigg nun steht, kann das Boot auch aus dem Wasser geholt werden. Diesmal machen wir alles anders und holen es mit stehendem Mast aus dem Wasser, da er ja erst letzte Woche gestellt wurde und die Unterwanten noch angepasst werden müssen.

Boot zum Kran gefahren, Motor mit Frostschutz eingewintert, Achterstag und Backstagen weggebunden und das Boot an den Heissstrop gehängt. Damit der Mast vom Kran wegbleibt, habe ich mich aufs Vorschiff gesetzt und mit meinem zarten Gewicht für die nötige Gewichtsverteilung gesorgt 🙂

Alles lief sehr problemlos und entspannt. Am nächsten Tag dann noch gleich das UW angeschliffen und für das neue Antifouling vorbereitet. Da nun die eigentliche Winterplane aufgrund des stehenden Mastes nicht mehr passte, haben wir eine neue Abdeckung aus zwei anderen Planen gebastelt. Passt.

Eingepackt. Jetzt schnell Weihnachten überstehen und dann kann die Winterlagerbastelei wieder losgehen. 🙂 War eine ereignisreiche und tolle Saison mit einem fantastischen Boot. Viel gesehen, ordentliche Meilen gerissen, schnell unterwegs gewesen und viele schöne Wochenenden an der See verbracht.

Chillax bekommt ein komplett neues Rigg

Nachdem im Urlaub zwischen Dänemark und Schweden der Mast leider gerissen ist (genau über der Decksdurchführung), der Urlaub danach nur noch halbentspannt zu Ende gesegelt werden konnte, weil immer der Mastbruch im Hinterkopf schwebte, wir dennoch viel schweres Wetter abzureiten hatten, wurde nun ein neues Rigg bestellt. Die X-95 ist zum Glück ein Klassenboot, so dass zwar das alte Nordic Rigg nicht in neu lieferbar war, aber John Mast bei Kopenhagen dennoch ein identisches 14,50m langes Profil liefern konnte. Mit allem drum uns dran, neuer Mastaufnahme unter Deck, neuen Wanten und Stagen, Umbau der alten Beschläge, Transport etc. stehen unter dem Strich 9711 Euro.Dennoch eine sehr lohnenswerte Investition für dieses Traumboot, was wirklich exzellent segelt und viele Glücksmomente bereitet.Nun sind wir bereits kurz vor Weihnachten, aber der neue Spargel steht!

Jetzt ist hier für weitere 30 Jahre Ruhe, sofern nicht unvorhergesehenes passiert. Ein gutes Gefühl…

Zunächst wurde am ersten Dezemberwochenende das Boot aus dem Wasser gekrant um es abzukärchern. Allerdings gab es NULL Bewuchs.

Eiskalt morgens an Deck, am großen Tag… 04.12.2019da ist der neue Spargel aus Dänemarkwunderbare Unterstützung der Firma Haubold Yachting aus Berlindie neue Mastaufnahme unter Deck14,50m hochwieder ein vollständiges Segelbootisses nicht hübsch…? 🙂ein Träumchen im winterlichen Havelwasser

Nun kann die Saison 2019 zu Ende gehen, am Samstag, 07.12. wird sie aus dem Wasser geholt. Kurzer fleißiger Winterlagerstopp und wieder ab ins Wasser. Die neue Saison kann kommen.

Überführung nach Hause – mit Hindernissen – 2040 Seemeilen in 2019

Ich versuche das mal in kurze Worte zu fassen:

Chillax aus Mönkebude nach Stettin überführt, damit wir dort im AZS, quasi unserem geliebten Stammverein, den Mast legen können und das Boot nach Berlin bringen können. Unter Motor (da ja der Mast gerissen ist und um nichts zu riskieren) das Boot nach Stettin gebracht.

8.35 Uhr ab in Mönkebude

17.15 Uhr an AZS Stettin

43 Seemeilen auf der Logge

Info beim Anlegen im AZS: Schleuse Hohensaaten WEST ist gesperrt, ab hier geht’s nicht weiter. Es liegen schon 12 Berliner Boote und warten… Schleuse soll frühestens ab 01.11. wieder geöffnet werden. Also einen Monat Liegeplatz in Stettin gebucht und bezahlt. Kurios: Damit zahle ich nun diesen Monat 4 Liegeplätze 🙂 Berlin, Mönkebude, 2. Boot in Kiel und jetzt noch Stettin.

Wir haben das Glück und meine Freundin ist auch grad zu Besuch in Stettin und leiht uns ihr Auto, damit wir mein Auto in Mönkebude abholen können und dann nach Berlin kommen.

Einige Wochen später ist nach vielen Telefonaten klar: Die Schleuse Hohensaaten WEST macht zum 01.11. wieder auf ABER… der Oder Havel Kanal wird ab dem 11.11. für einen Monat wieder gesperrt, da eine weitere Bombe gefunden wurde… also ganz enges Zeitfenster.

Wir fahren mit dem Zug zum Boot, kommen kurz vor Mitternacht am Boot an. Es liegt Eis an Deck, es ist bitterkalt. Minusgrade und in der Kajüte nur 3 Grad. Die Heizlüfter brauchen ein Weilchen, damit es muckelig wird im Boot und wir schlafen können.

Wir planen die Tour nach Steckdosen, denn zum Schlafen brauchen wir Strom für die Heizlüfter. Also bleiben nur Schwedt, Marina Oderberg, Marina Marienwerder, Havelbaude…

Am nächsten Morgen legen wir bei eisigen Temperaturen in Stettin um 9.30 Uhr ab und fahren bei Eiseskälte bis Schwedt. Dann sind die Knochen kalt. Wir graben uns durch den Schlamm an den Steg. Wir stecken fast 70cm im Schlamm, dafür liegt das Boot schön ruhig. Abends besichtigen wir Schwedt und gehen schön essen.

28 SM auf der Logge

Am nächsten Tag legen wir um 9.15 Uhr ab und haben arge Probleme, das Boot freizubekommen. Nur mit einigen Minuten Schiebehilfe und freischaukeln bekommen wir den Kiel aus dem Schlamm. Auf geht’s… es ist aber etwas wärmer, dafür feuchter.

Die Schleuse Hohensaaten ist offen, wir passieren problemlos, ebenso das Schiffshebewerk Niederfinow. Um 17.00 Uhr machen wir bei letztem Licht in der Marina Marienwerder fest, kurz bevor der starke Regen einsetzt.

37 SM auf der Logge

Am letzten Tag entscheiden wir spontan, ob wir nur bis zur Havelbaude fahren, oder ganz durch. Wir entscheiden uns für „ganz durch“. Wir legen um 7.45 Uhr ab und machen Tempo. Passieren die Schleuse Lehnitz, dann die „Bombenstelle“ (der Kleingarten ist komplett umgegraben). Da die Schleuse Spandau auch geschlossen ist (was auch sonst…) müssen wir den 22 km Umweg über die Schleuse Plötzensee und Schleuse Charlottenburg nehmen. Um 16.45 Uhr Uhr haben wir dann im Klub im Rupenhorn festgemacht und sind nach 8 Monaten wieder zurück.

40 SM auf der Logge

Am nächsten Tag haben wir dann gleich den Mast zum Rigger gefahren, das Boot bekommt nun ein komplett neues Rigg, welches in 2 Wochen fertig sein soll. 14.50m John Mast warten auf uns.

Das wars dann wohl für diese Saison.

Abrechung:

  • Insgesamt 2040 Seemeilen auf der Jahreslogge
  • Motor überholt
  • komplett neues Rigg

nach dem Mastlegen – no way to Berlin

Tschüss, Stettin

Schwedt – Wassersportzentrum

Schiffshebewerk Niederfinow

schon ein schickes Boot…

herbstlicher Kanal

Mastübergabe beim Rigger in Spandau

zu Hause angekommen im Klub am Rupenhorn

longus Mastus 🙂

es ist passiert – Westerly Falcon 35 gekauft

Ich verlinke mal auf meine neue Seite hier auf kiehlboot.de

Westerly Falcon 35

Es ist passiert, wir haben uns eine Yacht gekauft, ein richtiges Schiff, ein großes Boot, wie auch immer man das bezeichnen möchte. Der letzte Sommertörn hat gezeigt, dass wir mehr wollen, mehr Platz, mehr Stabilität bei viel Wind, mehr Länge, mehr Breite, mehr WC Räume 🙂

Mit meinem Freund Norbert haben wir nun zugeschlagen und uns ein Seeschiff zugelegt. Mehr ist oben zu lesen. Fortsetzung folgt.

 

Ach ja, NEIN, ich weiß noch nicht genau, ob ich die X-95 behalten werde. Sie könnte als Binnenracer hier auf der Havel in Berlin eine gute Figur machen, aber die Zeit wird ja nicht mehr… und wir wollen aufs Meer 😉

Diese Entscheidung muss und werde ich in Ruhe im Winter treffen. Erstmal bekommt die X-95 jetzt ein komplett neues Rigg für 9200 Euro, mit allem drum und dran. Der Riss im Mast war nicht reparabel, jedenfalls nicht so, dass ich dabei ein dauerhaft gutes Gefühl gehabt hätte.

Die Verkaufsanzeige ist schon geschrieben, aber noch nicht veröffentlicht. Da muss ich nochmal in mich gehen, da ich die X-95 wirklich sehr ins Herz geschlossen habe und sie ein geniales Boot ist. Alles ist jetzt gemacht und sie ist „ready to sail“. Also einfach weiter genießen? I don´t know…

Tag 28/29: Nexö/Bornholm – Swinemünde – Mönkebude

Was für ein Morgen… Der Motorfachmann ist überpünktlich und wir schöpfen Hoffnung, doch noch einigermaßen zeitig ablegen zu können. Leider gibt es keine gute Diagnose. Not good… Der Motor startet auch mit Notstartspray nicht, keine Luft im System… es scheint die Zylinderkopfdichtung oder die Ventildeckeldichtung zerschossen zu sein. Auf jeden Fall kurzfristig nicht reparabel.

Netterweise nimmt er nur 20 Euro und zockt und nicht ab. Wir geben ein sattes Trinkgeld. Bedröppelt gehe ich zum Lidl am Hafen und kaufe Brötchen ein. Ein gutes Frühstück, ein Plan B…

Wir haben ja keine Wahl. Also legen wir um 10 Uhr unter Segeln im Hafen Nexö ab und nehmen Kurs auf Swinemünde. Leider ist nach 15 Seemeilen, die wir wirklich gut vorankommen, der Wind komplett weg. Wir stehen 4 Stunden in totaler Flaute. Das ist Mega nervig, das Boot dreht sich im Kreis. Die Segel flappen, weil natürlich alte Welle das Boot schaukelt. Es ist einfach zum Ko**en. Aber wir halten durch. Um 18 Uhr kommt wieder ganz leichter Wind und wir freuen uns diebisch über 2 Knoten Fahrt. Immerhin ist das Boot wieder steuerbar. Der Plan ist bisher, dass wir morgen Vormittag in Swinemünde einlaufen und uns jemanden suchen, der uns durch die Kaiserfahrt schleppt… We will see.

Update 18.30 Uhr: Wir laufen mit 5 Knoten gen Swinemünde. Eine Segelyacht kommt unter Motor auf, aber wir entscheiden uns gegen Schlepphilfe und hoffen, dass der Wind bleibt.

So… Nachdem es nachts mit 4Bft. ordentlich durchwehte, lief Chillax durchgehend mit 6 bis Knoten Fahrt durch die Nacht. Ich übernahm die undankbare erste Wache von 22 Uhr bis 01.00 Uhr, danach dann Klaus. Ich blieb standby im Cockpit und döste etwas. Noch im Dunkeln erreichten wir dann Swinemünde und die ganzen Lichter an Land sowie den Schiffen waren sehr verwirrend. Langsam ließ der Wind etwas nach und prompt mitten in der Hafen einfährt blieb der Wind weg. Über UKW Kanal 12 funkte ich Swinemünde Traffic Control an und die baten uns eindringlich, nicht bei Dunkelheit im Hafen zu segeln. Also ankerten wir direkt neben der Fahrrinne und dachten nach… Ohne Motor, echt ein Problem. Dann tauchte achten das Segelboot auf, mit welchem wir nachts ein Race hatten. Eine polnische Hanse 325. Ich funkte das Boot an, keine Reaktion. Wir gaben Lichtsignale… Keine Reaktion. Doch dann, langsam drehte das Boot auf uns zu. Die Dämmerung setzte grad ein und er nahm uns tatsächlich an den Haken und schleppte uns in die Marina Swinemünde. Das erste Ziel war erreicht. Um kurz vor 7 Uhr waren wir fest im Yachthafen. 21 Stunden segeln liegen hinter uns. Blöd, wenn man nicht mal mit der Maschine zuschieben kann.

Als ich grad auf dem Weg zum Hafenmeister war, lief eine Segelyacht aus. Ich winkte und rief, sie reagierten sogar. Eine deutsche Berliner Dehler 28. Ich fragte ob sie uns vielleicht durch die Kaiserfahrt schleppen würden. Etwas wurde gehadert, der Motor sei zu klein, sie hätten es eilig… aber sie sagten ja. Wir könnten also direkt weiter. Also die müden Augen auf, Leine übergeben und weiter ging es. 2 bis 3 Knoten schaffte unser Abschlepper, aber es klappte. An der Mole zum Haff warf er uns Dan los und wir setzten schnell die Segel. Problem 2 war gelöst… Dann segelten wir wunderbar bei leichtem Wind durchs Haff nach Mönkebude. Der Wind wurde schwächer und kam in der engen Zufahrt genau von vorne. Keine Chance, da rein zu segeln. Wir überlegten zu ankern und zu warten. In dem Moment kam ein Hafennachbar aus Mönkebude aus dem Hafen gesegelt. Wir hielten drauf zu und machten uns bemerkbar. Er hatte natürlich wenig Lust wieder die Segel zu Bergen und uns einzuschleppen, aber er tat es dann doch. Als Krönung des Ganzen war dann unser Liegeplatz illegal belegt, ob wohl ich Tage vorher angerufen hatte und der Hafenmeister das Schild auf BESETZT gestellt hatte. Also mussten wir ohne Motor erstmal in einen benachbarten Platz und uns dann später nochmal verholen.

Um 13.30 Uhr machten wir nach 26,5 Stunden Fahrt, 30 Stunden wach sein und 105 Seemeilen quasi nonstop nach der letzten Etappe das Boot fest.

Wenn ich richtig gerechnet habe, liegen insgesamt 955 Seemeilen auf der Urlaubslogge.

Ein kurzes Nickerchen um die Schmerzen in den Augen loszuwerden, ein Bad im Haff um den Körper zu kühlen (wir hatten bei Ankunft 34 Grad), Boot kurz klarieren und ab ins Auto nach Berlin.

Der Rest kann später gemacht werden.

Fazit: Mast im Sturm kaputt gegangen, Motor läuft nicht mehr. Aber das Boot rennt wie die Pest und hat unfassbare Spaß gemacht. Wir haben unglaublich viel gesehen und erlebt. Ich werde das noch zusammenfassen. Kreuz und quer über die Ostsee. Ein wahrer individueller Abendheuer-Activitiy Urlaub mit vielen spontanen Entscheidungen und Erlebnissen.

Der Monteur auf Bornholm

Unter Segeln in Nexö abgelegt

4 Stunden totale Flaute südlich Bornholm

Abendstimmung auf See

Rein in die Nacht

Segel unter klarem Sternenhimmel – gigantisch

Unsere polnische Schlepphilfe in den Hafen Swinemünde

Unsere Schlepphilfe durch die Kaiserfahrt

Und endlich eingeschleppt in Mönkebude

Tschüß, hat Spaß gemacht

Tag 27: Erbseninseln – Nexö

Die Nacht war übel… Der Wind drehte von Ost über Süd auf West… die Wellen drückten somit mitten in der Nacht in den Hafen und sorgte für heftigen Schwell. Das Boot tanzte und rückte in die Festmacher. Mit Fendern zwischen den Leinen improvisierten wir Ruckdämpfer, was etwas Beruhigung ins Boot brachte. Dennoch war kaum Schlaf zu finden. Am frühen Morgen kehrte dann bei weiter drehendem Wind auf West wieder Ruhe im Hafen ein. Der Hafen war nun wieder geschützt. Nach einem sonnigen Frühstück im Cockpit machten wir uns auf den Weg nach Snogebaek, weil der Hafen ziemlich südlich auf Bornholm liegt und uns als Absprunghafen nach Swinemünde dienen soll. Bestes Segelwetter bei 24 Grad, Sonne, 4Bft. und nur leichter Welle. Es war wirklich ein Traum. Fix waren wir dann in knapp 3 Stunden in Snogebaek. Wir bargen die Segel und manövrierten uns ganz vorsichtig zwischen den beiden Riffs auf 318 Grad Peilung in den kleinen Hafen…und erstarrten… der Hafen war so klein und voll, dass ich nichtmal das Boot drehen konnte. Es war kein Liegeplatz frei, also rückwärts wieder raus. Ganz vorsichtig zwischen all den Muringleinen rückwärts aus der 5m schmalen Einfahrt… Ende. Der Hafen war versandt. Vorwärts rein ging, rückwärts raus – keine Chance. Da standen wir nun. Das Megagroße Boot in einem Miniloch von Spielzeughafen. An Land starrten uns die Menschen ungläubig an, was wir denn da machen 🤣

Dann rief ich einem Papa mit zwei Kindern zu, ob ich ihm eine Leine zuwerfen darf. Hey… es war sogar eine deutsche Familie und sie zogen uns beherzt rückwärts aus dem Hafen, während der Motor das flache Wasser umpflügte. Aber es klappte😊👌

Wir fuhren dann zurück nach Nexö und dort ging dann der Motor beim Anlegen wieder mal aus. Leider konnte wir ihn nicht wieder zum Laufen bringen. Somit ist der Plan von morgen früh im 4 Uhr anzulegen ad acta gelegt. Immerhin konnten wir nach einigen Versuchen einen Monteur auftreiben, der morgen um 9 Uhr vorbeikommen möchte.

Schöner Mist, kurz vor Ende der Reise. Aber so ist eben Individualabendheuerurlaub. Um die Stimmung etwas zu heben grillen wir auf der Mole.

24 Meilen gesegelt.

850 Meilen auf der Urlaubslogge.

Tag 26: Bornholm/Hammerhus – Christiansö / Frederiksö (Erbseninseln)

Nach einem schönen Bad im Meer haben wir die Leinen in Hammerhus losgeworfen und haben Segel gesetzt um Kurs auf die Erbseninseln zu nehmen. Anfangs war der Wind sehr seicht und wir motoren um die Nordspitze Bornholm herum. Dann bekommen wir Wind und segeln hart am Wind in einem Schlag zu den Inseln. Wir segeln eine kleine Privatregatta mit einer polnischen Yacht, welche wir haushoch gewinnen 😊

Nach 17 Seemeilen machen wir in einem der schönesten Ostseehäfen fest, mit dem Heck an der Boje. Ich bin schon einige Male hier gewesen und war war immer traumhaft schön. So auch heute, wo wir bei 25 Grad und Sonne beim Inselrundgang ganz schön ins Schwitzen kommen. Anschließend springen Klaus und ich an dem Badesteg zwischen den Felsen ins Wasser und erfrischen uns in glasklarem Wasser. Was geht’s uns gut, so gegen Ende des Urlaubs…

826 Meilen auf der Urlaubslogge. Die 900 werden wir knacken 😊

Bornholms Nordspitze

Super Segelstunden

Regattatrim auf der Kante

Christiansö

Tag 25: Ystad – Bornholm / Hammerhus

Der Wecker klingelte um 6 Uhr, um 6.55 Uhr haben wir dann die Leinen losgeworfen. Der Wind steht leicht aus Nord-Ost, bis gegen 11 Uhr haben wir eventuell ein passendes Windfenster aus Ost. Daher laufen wir früh aus und lassen das schöne Ystad achteraus. Wir setzten dann direkt die Segel und konnten tatsächlich hoch am Wind an der Küste von Schonen entlang segeln und Bornholm direkt anliegen. Es lief gut bei leichtem Wind, wir nutzen auch jede Trimmmöglichkeit am Boot aus, spielten mit den Holepunkten um das Vorsegel dicht, aber bauchig zu machen, lockerten das Unterliek vom Großsegel maximal, packten das Crew Gewicht nach Lee… es machte richtig Spaß und die Kiste lief.

Eine Stunde Windpause ab 11 Uhr traf tatsächlich ein und wir dieselten etwas gen Bornholm. Danach frische der Wind auf und die Genua war fast zuviel Segelfläche. Chillax rannte wie ein Wildpferd und pflügte durch die See.

Zwei kurze Holeschläge bis zum Hafen Hammerhus und wir lagen um 14.30 Uhr im Hafen und bestaunen die Umgebung. Bisher bin ich hier diverse Male dran vorbeigesegelt…ein großer Fehler!

Klaus und ich gingen erstmal baden und genossen das Wasser und die Sonne. Anschließend machten wir uns auf kleinen Pfaden auf zur Schlossruine Hammerhus und wurden mit beindruckender Natur bei bestem Wetter belohnt. Es ist wunderschön hier, daher heute besonders viele Fotos 😊

38 Seemeilen heute gesegelt, von Südschweden ist es nach Bornholm ein Katzensprung. Man kann von der Mitte des Weges sowohl die schwedische Küste sehen als auch Bornholm.

809 Seemeilen auf der Urlaubslogge.

Tag 24: Hafentag Ystad

Früh war die Nacht vorbei, da im Fährhafen nebenan laut gearbeitet wurde. Nach dem Frühstück machen wir uns nochmal an den Motor. Da die Starterbatterie immer noch schwach auf der Brust ist wegen der gestrigen Malträtierung, überbrücken wir mit einem Starthilfekabel von den Versorgerbatterien. Wieder die Dekompressionshebel auf, damit der Motor weniger Kraft aufwenden muss. Seeventil zu, damit nicht noch mehr Wasser in den Auspuff geschaufelt wird. Einspritzdüsen auf…nach einigen Startversuchen kommt endlich Diesel aus der Düse. Also Düse schnell zuschrauben, Dekompressionshebel wieder umlegen und er fängt an zu husten. Nach einigen Versuchen läuft der Jockel endlich und spuckt die restliche Luft aus. Dann läuft er seidenweich für seine 27 Jahre. Alles ist wieder gut 😊👌

Duschen und Stadt besichtigen. Die Sonne brennt. Wir haben bestes Wetter. Wolkenfrei, kaum Wind, 23 Grad.

Ystad ist wirklich schön. Ohne große Sehenswürdigkeiten aber eine durchunddurch hübsche und beschauliche Stadt. Absolut eine Reise wert. Wir laufen Kreuz und quer und wieder zurück. Einfach wunderschön hier.

Abends habe ich dann in der Dämmerung noch schnell das Vorsegel für morgen gewechselt. Bei dem erwarteten leuchten Wind ist die Genua doch geeigneter. Dabei bin ich dann ohne Schuhe auf den Steg gehopst und habe mir den Zeh an einem Metallbügel gebrochen. Tut schon etwas weh 🤣 also… Immer Schuhe anziehen ☝️

Anbei diverse Impressionen.

Gute Laune nach geglückter Motorreparatur

Das arme Ding…

Süße, liebevoll gepflegte Häuser und überall Rosen vor den Türen

alte Brauerei

alter Stadtgraben

Das Kloster von Ystad