Whale Fusspumpe flutet das Boot mit Frischwasser

Tja, Coronazeit ist Wartezeit. Eigentlich sollte das Boot Himmelfahrt an die Ostsee nach MeckPomm verlegt werden, aber die liebe Landesregierung hat den Laden ja jetzt ganz zu gemacht. Bis 22.5. erstmal darf niemand für touristische Zwecke einreisen. Auch Boote sind davon betroffen. Also warten wir bis Pfingsten und hoffen, am Pfingstwochenende hier los zu kommen. Planen ist zur Zeit schwierig. Solange ist weiter Bastelzeit. Den Mast haben wir ins Mastenlager gelegt und bewegen uns als Motorboot im Berliner Raum. Das ist ja auch mal ganz schön.

Arbeit gibts natürlich auch immer wieder. Neuestes Beispiel:

Wir füllen den Frischwassertank, eigentlich um Reinigungszeug in den Tank zu geben, einwirken zu lassen und dann wieder abzupumpen. Wir kommen mit Sack und Pack am nächsten Tag zum Boot und wollen eine Tour mit Kindern machen…Schiebeluk auf und dann das, was jeder Bootseigner am meisten fürchtet… im Boot steht Wasser. Der gesamte Pantrybereich ist ca. 10cm hoch voller klarem Wasser. Zum Glück ist der Rest des Kajütbodens etwas erhöht. Also erstmal mit Freund Wolfgang ein Stündchen lang ca. 80 Liter Wasser mit Schwämmchen aufwischen und schauen, wo es herkommt. Motorraum trocken. Unter der Spüle trocken. Vordere Bilgen trocken. Mysteriös, bis mir einfällt, dass ich die Whale Fußpumpe im WC Raum gestern versucht habe zu benutzen und die mir entgegengesprungen ist. Ich hatte sie dann wieder zusammengesteckt, da ich die eh nie benutze.

Die Pumpe war innen zerbrochen, wie sich später rausstellte.

Wir haben dann unter unmöglichen Einbaubedingungen die Pumpe ausgebaut, die Schläuche am Wassertank kontrolliert, ob die dicht und fest sind. Das ist eben der Nachteil von Innenschalen. Man kommt nirgendwo richtig ran. Hier muss im nächsten Winter mal eine Revisionsöffnung rein, dann kann ich die Schläuche ganz tauschen und auch auf Druckwassersystem umbauen.

Nachdem wir festgestellt haben, dass alles andere dicht ist, konnte es nur die Pumpe sein. Die wurde kurzerhand neu bestellt und gestern dann eingebaut, der Wassertank gefüllt und in die Bilge ein Wasseralarm gehängt. Nach 4 Stunden kam immer noch kein Wasser, also bin ich guter Dinge, dass das auch heute noch trocken sein wird.

So ein blöder Mist, der echt Nerven kostet und wirklich nicht sein muss…

Jetzt habe ich noch eine neue Funkantenne bestellt, da mir die andere im Segelverein am Mast abgebrochen wurde, während der Mast auf der Wiese zum Arbeiten lag. Weiterhin haben wir an den Holzverkleidungen im Innenraum gearbeitet. Die neuen Instrumente, die in Kajütwand eingebaut wurden und nun im WC Raum zu sehen sind, brauchen eine schöne Abdeckung. Die haben Wolfgang und ich aus Holz angepasst und Wolfgang hat alles dann geleimt und gebeizt. 8 Klarlackschichten später konnte diese nun gestern eingebaut werden. Gefällt mir 🙂

 

Gewicht nach vorne, damit das Wasser aus den unzugänglichen Hohlräumen läuft 🙂

Die Übeltäterin

Soll soll es nicht sein…

Da wars wohl feucht drunter…

Dann läuft das Wasser unter den Verkleidungen in die Bilge zum tiefsten Punkt

hier gut zu sehen, dass sie innen zerbrochen ist

Mein Philippipaneelbeschrifter 🙂

Neue Blende lackieren

und eingebaut.

noch ein Kabelschacht drunter und schon hat das Gesicht

Motorboot on Tour

Baustelle nähert sich dem Finale

Noch ein LED Deckslicht montiert

Allzweckwaffe Alex

Saison 2021 hat begonnen

Lange nichts geschrieben, zu viel (am Boot) gearbeitet

Fangen wir hinten an: Die Jamboree schwimmt seit dem 31.03.21 wieder im Havelwasser.

Der Mast wird gar nicht erst gestellt, da immer noch der Plan immer noch steht, das Boot in der Himmelfahrtswoche an die Ostsee zu bringen. Mönkebude ruft 🙂

Der Backofen ist fertig eingebaut, die Gasprüfung steht vor der Tür. Die 12V Elektrik ist komplett fertig. Die 230V Elektrik ist komplett fertig. Die neuen Instrumente funktionieren. Zuletzt wurde noch die neue 5KW Heizung eingebaut, die hervorragend funktioniert. In diesem Zuge haben wir auch den Dieseltank ausgebaut und gereinigt. Die Kuchenbude und Sprayhood sind nach der Überarbeitung stramm, da müssen einige Tenaxknöpfe neu gesetzt werden.

Am Mast wurde das Garminärmchen für den Funkwindgeber montiert, die Polster im Vorschiff wurden neu bezogen, die Plissiers an den Fenstern neu montiert.

Das letzte originale Seeventil an einer sehr unzugänglichen Stelle hinter und unter dem Frischwassertank wurde noch erneuert.

Beim Kranen hatten wir dann spontan zwei Wassereinbrüche an den neuen Gebern für Lot und Logge. Die Dichtungsgummis hatten wir vergessen 🙂

Nun wird langsam wieder ein schönes aufgeräumtes Boot draus. Es wird in allen Stauräumen gesaugt und gewischt. Es sind noch einige Blenden und Verkleidungen zu bauen für die neuen Instrumente. Ne Menge Kleinkram, aber das macht ja alles auch Spaß.

Wir sind soweit…und ihr so?

 

Elektrik und Heizung ALT

Was für ein Chaos

neues Paneel mit Carbonfolie foliert

Mein Freund Helmut war sehr behilflich in der Endmontage, im Hintergrund das neue NMEA 2000 Netzwerk anstatt der alten Heizung

Fummelige Arbeit, aber Sorgsamkeit zahlt sich langfristig aus

es wächst und gedeiht

den Überblick haben wir behalten 🙂

Ordnung im Laden

Backofeneinbau, die Küche musste umgebaut werden. Alter Schrank unter dem alten Herd wird zu neuer Verblendung des neuen Backofens

Ofen alleine reingewuchtet und aufgehängt

Alle Batterien auf AGM umgerüstet, 70AH Starter, 2x 105AH Verbraucher

sieht gut aus und funktioniert

neue Heizung im Heck, schwer zugänglich

Zuluft aus dem Cockpit eingebaut

neue Heizung 5 KW

eng da, aber alles untergebracht

Tank nach 40 Jahren das erste mal demontiert und gereinigt

Luft und Sonne am Boot

neues Garmin Funk-Windmesserärmchen am Mast montiert

Sie schwimmt endlich

Wer sein Boot liebt…

… bastelt und öffnet die Portokasse. So what?! Es ist nur Geld, Geld macht nicht glücklich. Boot macht glücklich, Segeln, Freiheit, Luft und Meer …

 

Im Herbst hatte ich eine ToDo Liste aufgemacht:

Diese Punkte sind entschieden , bearbeitet oder in Arbeit:

  1. Überlegung, einen ganz neuen Motor einzubauen, obwohl der alte Volvo Penta MD11c noch einwandfrei läuft. Ist aber schon 40 Jahre alt. ALTERNATIV: Saildrivemanschette erneuern lassen und alles beim Alten belassen. Never touch a running System
  2. Batterieladegerät erneuern
  3. Herd auf Backofen umbauen – Pantry umbauen
  4. alle Instrumente erneuern
  5. Elektrik überarbeiten

zu 1.

Nach monatelangen Recherchen, Angeboten eingeholen , oft vertröstet worden, etc. ist die Entscheidung nun gefallen: Die Jamboree bekommt einen neuen Motor. Es wird ein Volvo Penta D1-30, Dreizylinder mit 29 PS und Adapterplatte für das MD11 Fundament. Es wird alles komplett ausgetauscht inkl. Saildrive, Schaltung, Abgasanlage. Das ganze ist schon angezahlt und wird dann ca. im Juni in Stralsund bzw. Neuhof durchgeführt. Ich habe mich gegen ein anders Fabrikat entschieden, weil der Saildrive das limitierende Element ist. Bei allen anderen Motoren hätte das Fundament geändert werden müssen bzw. das Saildriveloch zulaminiert und neu geschnitten werden müssen. Der Arbeitsaufwand/Kostenaufwand dafür hätte preislich die Kostenersparnis gegenüber einem z.B. Solé Diesel, Vetus oder Craftsman Diesel deutlich überstiegen. Wir reden hier von 5000 Euro plus… nur für den Umbau. Leider ist der Austausch eines Saildrivemotors deutlich teuer, als einen neuen Motor an eine Wellenanlage zu adaptieren. Wenn Tausch des alten Motors, macht es keinen Sinn den alten Saildrive drin zu lassen. Dann kann auch gleich die Schaltung erneuert werden, da man sonst nicht mehr drankommt, ebenso die Abgasanlage… so landen wir bei bummeligen 14000 Euro Kosten. Ich glaube einen sehr professionellen Betrieb gefunden zu haben, dem ich mein volles Vertrauen schenke. Nur mal als Anhaltspunkt: Ein Angebot für einen Vetus Diesel mit anderem Saildrive etc. lag bei über 22000 Euro! Ich sage ja…Motor günstiger, Umbau teurer.

zu 2.

Batterieladegerät ist gekauft und wird demnächst eingebaut

zu 3.

Herd habe ich gestern ausgebaut, Pantryschrank wurde zerlegt (zum Glück Modulbauweise bei Dehler), neuer gebrauchter Backofen passt. Muss nur noch aufgehängt werden, dazu muss die Kardanik passend unterfüttert werden.

zu 4.

Altes Dehler Echolot ist rausgeflogen, die alte mechanische Logge ausgebaut. Neues Garmin Netzwerk (Wind, Lot, Log) wurde am Wochenende eingebaut. Neue Durchbruchgeber eingesetzt, verkabelt und Instrumente eingebaut. Es wird jetzt noch das NMEA2000 Netzwerk zusammengesteckt und sauber verbaut.

zu 5.

Die alte Elektrik ist ausgebaut, die Wand abgeschraubt und neue Paneele wurden eingesetzt. Jetzt kann alles neu verkabelt und sauber übersichtlich angeschlossen werden. Dann findet man in Zukunft vielleicht auch schneller einen Fehler im System.

Insgesamt wird alles sehr gut . Haben ein effektives Wochenende hinter uns. Aufgrund Corona gehen wir diesmal nicht Anfang März ins Wasser sondern irgendwann im März oder Anfang April. Das Boot soll dann erst im Mai an die Ostsee überführt werden. Es gibt also noch Zeit, das Projekt abzuschließen.

Ggf. kommt auch die neue Heizung noch ins Boot, aber das entscheide ich erst noch. Hat keine Priorität.

Mal eine lockere Kostenaufstellung fürs Boot in 2021:

Motor komplett 14000
Garmin Netzwerk 1200
Heizung ohne Einbau 300
Backofen gebraucht 200
Sprayhood / Kuchenbude überarbeiten 350
Ankerhalterung Edelstahl 100
Philippi Schalttafeln 732

Das sind dann bis jetzt mal 16882 Euro plus Kleinkram in dieser Saison bis jetzt. Da muss man sein altes Boot schon ganz schön lieb haben 🙂

Altes Dehler Echolot

Jetzt gibt es da vorübergehend ein Guckloch

Das neue Garmin Netzwerk wurde zu Hause aufgebaut und getestet

Fast 4cm Rumpfstärke im Bilgenbereich

Geber eingeschmatzt

Winterbaustelle…

Thema „alte Elektrik und alte Heizung“

Wurde von den Vorbesitzern schon einmal überarbeitet

aber ich möchte das Chaos bezwingen

Alte Wallas Heizung. Alles raus, inkl. Tank. Lief schon 1986 nicht gut.

Laubsägearbeiten an der Wand für das neue Elektropaneel

Kiehl TV

Das neue Paneel soweit vorbereitet

Da kommt jetzt Ordnung rein

Hat Gesicht!

Altes Nasa Wind raus, 2 neue Garmin Instrumente rein

Etwas Moderne in dem alten Oldtimer

endloses Kabelziehen, Kabeldurchgänge bohren, fummeln und pfriemeln

Der alte Herd hat in 40 Jahren viel erlebt. Meine Mutter hat damals dort Menüs für die Familie gezaubert.

Alte Pantry mit Herd

Vorbereitungen für den Backofen

Grundsätzlich passt er schon. Jetzt noch final montieren

Winterrefit 1 – Ruderlager, Decksablauf, Wassertankentlüftung

Nach dem Auskranen und Kärchern lief „Suppe“ aus dem unteren Ruderlager. Es hatte eine sehr flüssige Konsistenz, so dass ich davon ausging, dass irgendwo eine Undichtigkeit an der Steurhydraulik vorhanden sein musste und das Hydrauliköl am Ruderschaft entlang läuft. Also schuf ich am letzten Wochenende Baufreiheit um an die Hydraulik und Rudermechanik zu gelangen. Da die Anlage durch den Motorraum nicht zu erreichen ist, bleibt nur der Weg durch die enge Backskiste oder die Hundekoje. Bretter und Verkleidungen habe ich demontiert um reinschauen zu können.

VIDEO Rudermechanik Optima 92

So sah das also aus. Die Steuersäule überträgt über eine Kette die Bewegungen auf die Hydraulikpumpe, diese treibt einen Hydraulikzylinder an, welcher über eine Stangenmechanik den weiter heckseitig verbauten Ruderschaft bewegt.

→ Das Ruderlager hat einen Anschluss an eine Kupferleitung! Diese führt in den Motorraum und hat am Ende einen Schmiernippel. Das habe ich bis heute nicht gewusst. Offenbar hat hier jemand zu flüssiges Fett eingespritzt, welches aus der Dichtung läuft. Ich habe nun seewasserfestes Fett und eine Fettpresse bestellt, dann sollte das Problem hoffentlich vom Tisch sein. Das Ruderlager selbst hat kein Spiel und scheint völlig in Ordnung zu sein. Sonst bliebe dann nur noch der Ausbau des Ruders und Austausch des Lagers mit der Dichtung.

Es tröppelt am Lager

Hundekoje – Revisonsklappen und Verkleidungen demontieren

Hsydraulikpumpe, die über eine Kette vom Steuerrad angetrieben wird

Verteilung über ein Gestänge auf die Ruderwelle achtern

  

Schmiernippel im Motorraum für das Ruderlager über eine Kupferleitung…

 

… bis achtern ans Ruderlager

 

Alte mechanische Logge mit Welle demontiert

Zum Glück ist Wolfgang so klein und schmächtig 🙂

Wassertankentlüftung abgebaut und gereinigt. Entlüftung sitzt im Fallenbehälter Steuerbord, schwer zugänglich

Decksablauf steuerbord, Verteilung zum Ablauf Waschbecken WC Raum

absolut dicht. Wir versuchen eine Reinigung, sonst Austausch

 

Saisonende – ToDo Liste ist endlos

Lange nichts mehr geschrieben, war ziemlich beschäftigt 🙂

Zwischendurch die Dehler 22 von Wolfgang übernommen, da er sich meine alte Albin Accent 26, die Wickie, kaufen konnte. Er hat tatsächlich mein Boot gekauft, welches ich 2012 in Rotterdam gekauft habe und drei Jahre gesegelt bin. Nun ist es wieder zurück im Verein 🙂 Von der Dehler 22 hab ich mich aber kurzfristig wieder getrennt. So bin ich halt.

Am Wochenende haben wir den Mast gelegt und das neue Heissgeschirr ausgemesssen, mit dem die Jamboree künftig gekrant werden soll. Bei der X95 hat mir das sehr gut gefallen. Keine rutschenden Gurte, kein Kribbeln beim Kranen…

Gestern, am 20.10.20, haben wir dann die Optima aus dem Wasser geholt und eingewintert. Keiner weiß, wie Covid 19 sich weiter entwickeln wird und ob wir Ende November auch noch problemlos in den Verein können. Da ich eine sehr lange Liste habe, was ich im Winter alles machen möchte, habe ich mich entschieden jetzt schon aus dem Wasser zu gehen.

ToDo Liste:

  1. Überlegung, einen ganz neuen Motor einzubauen, obwohl der alte Volvo Penta MD11c noch einwandfrei läuft. Ist aber schon 40 Jahre alt. ALTERNATIV: Saildrivemanschette erneuern lassen und alles beim Alten belassen. Never touch a running system
  2. Batterieladegerät erneuern
  3. Batterien alle erneuern
  4. Herd auf Backofen umbauen – Pantry umbauen
  5. alle Instrumente erneuern
  6. Zweitplotter an die Steuersäule montieren
  7. einige Seeventile austauschen/erneuern
  8. Elektrik überarbeiten
  9. Holzleiste Süllrand reparieren
  10. Ruderblatt, kleinen Schaden reparieren

Ihr seht, ich habe einiges vor. Schauen wir mal, was umsetzbar ist.

Letztes Foto 2020 mit Mast

Winterlager – Optima 92 einparken

alter Volvo Penta MD11C läuft noch super

Duetta 86 LS vorübergehend in die Sammlung aufgenommen

Koofen wollt ick mir ne Varianta K4 als „Berlinboot“ mit Trailer. Schließlich hat der feine Herr nun ein ordentliches Zugfahrzeug. Watt iss draus jeworden?

Wie die Jungfrau zum Kinde kam ich durch einen Freund an eine Duetta 86 „LS“. Mastlegevorrichtung, Flachkiel mit 1.10m Tiefgang, Selbstwendefock und 23 PS Yanmar Diesel. Auch eine komplette Osmosesanierung für 10000 Euro hat sie schon hinter sich. Es gab ein bisschen was zu putzen und aufzuräumen. Schon ist das Boot segelklar. Es könnte noch einiges dran gemacht werden, aber nichts, was sofort muss. Da ist es nun, das mittelgroße Badeboot für Berlin, was eigentlich ein kleines Regatta-Badeboot werden sollte…

Die Optima soll auf jeden Fall nächste Saison wieder ans Meer, daher brauche ich was kleines vor Ort, für den Feierabend und die Wochenenden in Berlin.

Nun muss ich nachdenken, was werden soll. So richtig doll zufrieden bin ich so nicht, denn trailerbar ist die Duetta 86 nicht. Etwas oversized, wie man neudeutsch sagt. Am eigentlichen Ansatz vorbei, aber ich habe sie mehr als fair angeboten bekommen, so dass Herr Kiehl nicht nein sagen konnte.

Ich bin ja bekannt dafür, dass ich bootstechnisch gerne zweigleisig fahre. Also biete ich das Boot an und nutze es solange selber.  Momentan etwas sinnlos, da die Optima ja schon in Berlin liegt. Andererseits mit den Features das perfekte seetaugliche Binnenboot.

Also kann ich die Duetta ja optimieren 🙂 Schönes Wortspiel unter Dehlerkennern…

 

Eine Duetta 86 fehlte tatsächlich noch in meiner persönlichen Dehlergeschichte: Varianta 65, Sprinta DS, Delanta 80, Delanta 75, Duetta 86, Optima 92, Optima 98a.

 

Das Angebot habe ich übrigens hier eingestellt.

 

Sommerupdate 19.08.20

Tja, was ist alles passiert? Ich fasse mal grob zusammen:Wir haben uns für einen Verkauf der Baustelle Westerly 35 Falcon entschieden und das Boot in gute Hände an einen handwerklich versierten neuen Eigner mit Zeit und Lust verkaufen können. Zwei Boote in dieser Größenordnung sind des Guten zu viel, Norbert hatte lange Fahrtwege von Bremen nach Mönkebude und wir haben abgewogen zwischen vielen kleinen Baustellen und Segelzeit. Letztlich ist das Boot verkauft worden und liegt nun wieder in der westlichen Ostsee. Der Liegeplatz in Mönkebude ist nun leider ungenutzt, aber die Optima nun für 2 Monate da wieder hoch zu bringen, erschien dann doch wenig sinnvoll, zumal mein Resturlaubskontingent eher schmal ist und ich hier in Berlin einen tollen Liegeplatz im Verein quasi vor der Haustür habe.Die Optima wird fleißig genutzt, mehr als Bade- und Wohnboot, weniger als Segelboot bei diesen heißen und schwachwindigen Binnenbedingungen.Kleinere Reparaturen habe ich begonnen und eine lange Liste im Kopf, was ich alles noch machen möchte (also alles wie immer) :-)Da mir die See doch sehr fehlt und ich meine Wochenenden gerne an der Ostsee verbringe, überlege ich stark, das Boot nächstes Jahr wieder nach Mönkebude zu legen. Dann muss allerdings ein kleines Zweitboot für Berlin her. Ich brauche hier was vor Ort um zu baden, spontan zu segeln oder auch mal auf dem Boot zu schlafen. Trailerbar soll es sein, daher habe ich mir erstmal einen ordentlichen Zugwagen zugelegt 🙂 Ich würde gerne auch mal am Gardasee, auf der masurischen Seenplatte oder wo auch immer segeln.Tendenz: Günstig und leicht soll es sein.15er Jollenkreuzer (kein selbstlenzendes Cockpit)Varianta K4 (eierlegende Wollmilchsau, aber sehr sehr alt)Banner 23 (kaum alleine händelbar, aber fix)Dehler Rotkäppchen (kommt der Vorstellung sehr nahe, aber nicht günstig)Hmmmm. hmmmm. hmmmm. Mal schauen.Solange: Optima genießen. Pläne machen. Der nächste Sommersegelurlaub 2021 will ja geplant sein. Alle 2 Jahre ein längerer Segelurlaub ist ja die Regel, also nächstes Jahr!Ich würde gerne mal ausgiebig über Bornholm in die südschwedische Hanöbucht. Nicht Meilen fressen sondern rüber ballern in zwei langen Ritten und dort drei Wochen Urlaub in den Schären machen, dann wieder zurück. So mit richtig viel Zeit um vor Ort alles zu genießen und nicht immer weiter zu müssen.

Die wunderwunderwunderschöne Jamboree

Zwischendurch immer mal wieder Optima

Ja, es war viel los in den letzten Wochen bei mir. Privat musste ich einiges umorganisieren und auch in der Wohnung umbauen und renovieren. Daher kam ich immer wieder mal in den Genuss, Zeit mit meinem Schatz oder den Kindern oder Freunden auf der Jamboree zu verbringen. Es waren einige schöne Momente dabei, an denen ich Euch mal teilhaben lasse.

Neuhof/Strelasund – Mönkebude

Um unseren dritten Tag in Folge viele Meilen abzureissen, legen wir um 6.55 Uhr in Neuhof ab. Sonne, leichter Wind, alles deutet auf einen schönen Tag hin.

Wir haben die Brückenöffnungszeiten Wolgast und Zecherin rausgesucht und unseren Törn strikt danach ausgelegt, dass das alles klappt. Wir rechnen mit 6 Knoten Fahrt. Seesegeln oder auch Seefahrt ist nicht einfach nur losfahren, sondern erfordert immer gute Planung und Vorbereitung.

Wir motoren bei leichtem Gegenwind aus Ost durch den Strelasund. Als wir zum Greifswalder Bodden rauskommen beginnt der Spaß. Richtig hackige kurze Welle, teilweise mehr als 1m Höhe. Hier drückt der Wind die Ostsee ungehindert in den Flachwassertrichter südlich von Rügen rein. Wir laufen teilweise nur 3.5 Knoten gegen Wind und Welle, trotz 30 PS Maschine. Langsam kommen uns große Zweifel, ob wir die Brückenöffnung Wolgast um 12. 45 Uhr bekommen. Zum Glück sind es nur knapp 10 Seemeilen über den Bodden. Als wir in die leichte Abdeckung der Greifswalder Oie und des Rüden kommen, stabilisiert sich die Lage und wir kommen zügiger voran. Wir laufen an Peenemünde vorbei in den Peenestrom und weiter bis Wolgast. Fast punktgenau bekommen wir die Öffnung und haben nun 4 Stunden Zeit bis zur Zecheriner Brücke im Usedomer Südosten. Es wird ekelig, Dauernieselregen. Wir müssen erstmals Regenkleidung tragen. Das Wetter wird immer schlechter. Wir ankern eine Stunde vor Zecherin und warten dann auf die Brückenöffnung um 16.45 Uhr. Dann die letzten 10 Seemeilen nach Mönkebude aufs Haff, bei Dauerregen. Es ist diesig und wir haben kaum 1 Seemeile Sicht. Gegen 18 Uhr sind wir in Mönkebude, endlich wieder zu Hause. Erschöpft, nass, aber zufrieden.

209 Seemeilen seit Kiel haben wir im Kielwasser. Norbert brutzelt noch Bratwürste mit Bratkartoffeln und repariert dann noch alte Kabel an der Heizung und am Kühlschrank. Jetzt laufen die wieder störungsfrei. Norbert reist morgen früh ab, ich bleibe noch hier und bekomme Besuch 😊

Warnemünde – Neuhof/Strelasund

Mit dem frühen warmen Sonnenlicht starten wir in den langen Tag. Vor uns liegt die Etappe rund um Darßer Ort nach Stralsund und weiter in den Strelasund. Wir müssen Meter machen, damit wir am Freitag in Mönkebude sind.

Also Start um 6.30 Uhr im Alten Strom in Warnemünde, wie üblich die letzten Tage, bei NULL Wind. Wieder ein langer Belastungstesttag für Motor und Getriebe. Nehmen woir es vorweg: es gab gar keine Probleme, alles läuft wie ein Uhrwerk 🙂

Wir motoren 25 Seemeilen nach Nordost in Richtung Darßer Ort und legen dann dort Kurs Ost auf Hiddensee an. Es kommen überigens Segelyachten aus dem „Nothafen“ Darßer Ort, also wurde dort wohl die Rinne ausgebaggert. Nach 25 weiteren Seemeilen unter Autopilot, Bimini und Diesel, chillen in der Sonne, Nickerchen und Bücher lesen, kommen wir in das Fahrwasser am Gellener Haken – zwischen Hiddensee und Festland durchfädeln. An Barhöft vorbei fahren wir in Richung Stralsund und sind viel schneller hier, als gedacht. Also legen wir uns vor Altefähr auf Rügener Seite vor Anker und kochen ein spätes Mittagessen. Um 17.20 Uhr öffnet die Ziegelgrabenbrücke und wir huschen durch in den Strelasund. Nach weiteren 5 Seemeilen erreichen wir unser Tagesziel Neuhof. Insgesamt haben wir heute knapp 63 Seemeilen im Kielwasser in 10.46 Stunden (plus Ankerpause). Hier in Neuhof liegen wir immer gerne und haben nun nur noch eine perfekte Tagesetappe von knapp 60 Seemeilen bis zu unserem Heimathafen vor uns.

0 Bft.
Wir haben es schon schwer… 😁
Der Ttaumstrand von Hiddensee in Greifweite
Anker fiel vor Altefähr
Ankern vor Rügen
Stralsund Skyline
Ziegelgrabenbrücke Stralsund
Neuhof/Strelasund
63 Seemeilen in 10.43 Stunden plus Ankerpause