Verschönern und Haffsegeln

17.05.-19.05.

Alex, meine Tochter Nicki und ich sind Freitag erst nachmittags aus Berlin weggekommen. Stau ohne Ende, haben tatsächlich über eine Stunde überhaupt aus der Stadt raus gebraucht.

Den Samstag haben wir genutzt um das Boot zu putzen und einige Verschönerungen am Boot vorzunehmen.

Sonntag sind wir dann bei 2-4 Bft. über das Haff in Richtung Kamminke auf Usedom gesegelt. Da ich mir nicht sicher war on der Hafen für 1.75m Tiefgang geeignet ist sind wir dann erst in Richtung Ückermünde gesegelt und dann Halbwindkurs nach Mönkebude zurück. Ein schönes Dreieck haben wir so ins Haff gesegelt. 18 Seemeilen in 3,5 Stunden. Bei aufziehendem „Wetter“ gab es dann ordentlich Wind und die Logge kratzte an der 8 Knoten Marke.

Nicki hatte Spaß am Segeln und hat einige Zeit selber gesteuert. Ein bombiger Segeltag!

18 SM insg.

Somit in dieser Saison bereits 252 SM auf der Logge 🙂

Mönkebude – Swinemünde – Mönkebude

04.05./05.05.

Um den Blog zu vervollständigen:

Am diesem WE sind Alex und ich nach Swinemünde gesegelt. Bei schönem Wetter gestartet, Wind aus W, kam dann eine Front auf und schob uns mit 7-8 Knoten raumschots übers Haff.

Um 12.30 Uhr in Mönkebude gestartet waren wir um 16.50 Uhr entspannt in Swinemünde fest und sind lecker Pirogen essen gegangen. Nach einem kurzen Besuch der Innenstadt sind wir dann zufrieden in die Koje gefallen.

Am Sonntag sind wir gegen 12.00 Uhr in Swinemünde wieder los, sind durch die Kaiserfahrt zum Haff motort. Dort die Segel gesetzt und dann blieb der Wind weg. Nach einer Stunde haben wir die Dieselgenua wieder gestartet und sind bei spiegelglattem Wasser nach Mönkebude motort. 16.50 Uhr waren wir im Hafen.  Ein tolles Wochenende!

2x 24 SM

 

Neuhof – Mönkebude

21.04.2019

Morgens um 6 Uhr in Neuhof abgelegt. Wieder liegt eine sehr kalte und klare Nacht hinter uns, aber der frühe Morgennebel über dem Strealasund ist beeindruckend schön. mangels Wind motore ich an Stahlbrode vorbei auf den Greifswalder Bodden. Auch hier kein Wind, und dieser auch noch von vorne… Also weiter unter Motor über den Bodden. Vorbei an Lubmin, bis ich dann in die Peenemündung einlaufe. Ich muss um 12.45 die Brücke Wolgast bekommen, damit ich um 16.45 Uhr die Brückenöffnung Zecherin schaffe.Ich bin eine Stunde zu früh in Wolgast und ankere am Schilf vor der Brücke. Nach dem Passieren der Klappbrücke sind es dann 16 Seemeilen durch den Peenestrom, am Achterwasser vorbei, an Rankwitz vorbei, bis nach Zecherin. Hier steht der Wind ungünstig und frischt auf. Ich verstecke mich wieder am Schilf auf 2m Wassertiefe und werfe den Anker aus. Um 16.45 Uhr bin ich das einzige Boot, das die Brücke passiert, der Brückenwärter ist ziemlich mürrisch und meint, dass ich schneller fahren soll, da ja alle warten…6 Knoten sind allerdings unter Motor schon nicht langsam.Dann nur noch einmal um die Ecke, an der zerstörten Eisenbahnbrücke Karnin vorbei, für mich immer das „Tor zum Heimatrevier“.Ein Stündchen später liege ich in meinem neuen Sommerliegeplatz in Mönkebude. Der Wind drückt das Wasser aus dem Hafen und ich liege mit 1,73m Tiefgang bei 1,45m Wassertiefe. Der Kiel steckt im Schlick. Macht nichts, schaukelt weniger.Damit ist die Überführung dann tatsächlich beendet.ca. 800km Weg gefahren (Flußkilometer und Seemeilen zusammen)War ein schönes Erlebnis.Jetzt kann hier oben die Sommersaison beginnen.

 

Ablegen um 6 Uhr in Neuhof

Morgennebel im Strelasund

Fähre Stahlbrode im Dunst

Klappbrücke Wolgast

Klappbrücke Zecherin

Das Tor zum Heimatrevier – Eisenbahnbrücke Karnin

Ansteuerung Mönkebude

Tagesleistung

Da sind wir nun

letzter Abend an Bord für diese Überführungsfahrt

20.04.2019 – Warnemünde bis Neuhof im Strelasund

Der Wecker klingelte um 6 Uhr, um 6.01 eröffnete mir Wolfgang, dass er zu erkältet ist und heute nach Hause fahren würde. Die kalten Tage am letzten Wochenende im Kanal stecken ihm noch in den Knochen. Also hatte ich keine Wahl und musste solo los, ausgerechnet die längste und unbequemste Strecke der Überführung, da es keinen Hafen zwischen Warnemünde und Hiddensee gibt. Also ging es nach einer kurzen Verabschiedung los. Wolfgang setzte sich in de Zug nach Berlin und ich begann mein Einhandabendheuer. Hab ja schon einiges gemacht, aber so eine Strecke auf See, gegen den Wind auch noch nicht…

6.55 Uhr Ableger in Warnemünde, sonnig, 1 Bft. Wind aus N. Die Strömung steht hier mit 1 Knoten gegenan und bremst zusätzlich. Der Diesel schiebt uns raus in Richtung Darß. Wassertemperatur liegt bei 12 Grad. Ich trage wie all die Tage Thermowäsche, Fleecepulli und dicke Jacke, Handschuhe und Mütze, diche Socken und Stiefel. Selbstverständlich auch Rettungsweste und Lifebelt. Alleine doppelte Sicherheit, über Bord gehen bedeutet den sicheren Tod. Also alles langsam und doppelt durchdenken.

10.30 Uhr Segel gesetzt, querab Darßer Ort. Leichte Welle, jetzt ca. 3 Bft.

11.07 Uhr Motor aus an Kardinaltonne Darß und ab nach Osten. Amwindkurs kann gehalten werden, Autopilot fährt heute fast den ganzen Tag. Es rauscht und wir kommen super voran, 5-6.5 Knoten Fahrt bei 3 Bft. Ein Riesenspaß, die X-95 ist der Wahnsinn.

14.30 Uhr Segek geborgen an der Einfahrt zum Geller Haken auf Hiddensee. Bisher 43 SM

17.20 Uhr Klappbrücke Stralsund, Öffnung locker geschafft und noch Zeit dabei gehabt.

18.30 Uhr fest in Neuhof im Strelasund. 60.6 Seemeilen liegen heute hinter uns. Feiner Tag. Müde, aber zufrieden.

Fotos kann ich über das Handy bei WordPress leider nicht sortieren. Daher bunt gemischt…

Ausfahrt Warnemünde morgens um 6.50 Uhr

Abendstimmung in Neuhof im Strelasund

Der Autopilot lief den ganzen Tag

Neuhof

Auch auf See gab es Brötchen 😊

Nein, kein Gremlin 🤣

Darẞ

Stralsund Skyline

Der Dornbusch auf Hiddensee

Hiddensee

19.4.19 Hafentag Warnemünde

Heute mal ausschlafen, ohne dass der Wecker um 6 Uhr klingelt. Die Sonne weckte uns und wir ließen den Tag ruhig angehen.

Das Boot wurde getrocknet und einige Malässen behoben. Der Revisionsdeckel vom Frischwassertank war nicht richtig zugeschraubt und so hatten wir Wasser, welches sich den Weg durch die Stauräume bis in den Motorraum gesucht hat. 🤣 Die Griffe des Lukendeckels wurden demontiert, gereinigt und neu eingebaut. Jetzt sind die auch dicht. Der Bugbeschlag wurde nochmals abgedichtet. Alles aufgeräumt und ausgesagt ging es dann entlang am alten Strom in Warnemünde. Das späte Frühstück bestand natürlich aus Fischbrötchen. Nach dem Strandspaziergang gab es dann noch das berühmte dänische Eis 😀 immerhin haben wir drei Tage sehr wenig gegessen und konnten nun etwas nachholen.

Morgen soll es dann nach Stralsund gehen…

18.4.19 Lübeck – Warnemünde

Um 6.50 Uhr Leinen los im SC Trave und unter Maschine nach Travemünde knapp 8 Seemeilen motort. Vor dem Passathafen haben wir die Segel gesetzt und sind auf die Ostsee rausgefahren. Dort erwartete uns leider der vorhergesagte NO Wind, genau gegenan, wo wir hinwollten. Zunächst knapp 4Bft und kleinere Welle wurden dann schnell zu schaumkronigen 5 Bft. und größeren Wellen, je weiter wir aus der Lübecker Bucht kreuzten. Auf Höhe Timmendorf auf der Insel Poel war es dann besonders heftig und wir wurden durchgeschüttelt und geduscht. Das war bei 11 Grad Außentemperatur und dem Wind trotz Dauersonne alles andere als ein Kindergeburtstag. Wir waren ziemlich erschöpft, aber das Boot lief auf dem ersten Törn der Saison direkt wie ein Flitzebogen. Ein Traum von Boot, was die Segeleigenschaften angeht. Kurz vor Kühlungsborn hatte ich ein Powernap hinter mir und plötzlich war der Wind komplett weg. Leider stoppten die Wellen nichtbund wir eierten in der starken Dünung, so dass wir ca. 15 Minuten den Motor laufen ließen. Plötzlich war der Wind in alter Stärke wieder da und weiter ging es. Eigentlich hatten wir dann die Nase voll und wollten Kühlungsborn anlaufen, aber die Logge zeigte nun dauerhaft 6 bis 7 Knoten Fahrt am Wind. Also ließ ich Wolfgang über unser weiteres Schicksal entscheiden. Warm, duschen und endlichbwas essen, oder 12 Seemeilen weiter in unser geliebtes Warnemünde… Um genau 20 Uhr legten wir im SC Warnemünde an der Mittelmole an. Abends rundete eine Restaurantbesuch den Tag ab und wir fielen erschöpft in die Kojen, nicht ohne vorher einen Entspannungshafentag beschlossen zu haben.

67 Seemeilen, 13 Stunden auf See.

17.04.2019 – Mast stellen und 12 Stunden basteln

Gleich um 8 Uhr konnten wir am Mastenkran anlegen und mit dem sehr netten Hafenmeister vom SV Trave den Mast stellen. Leider klappte mal wieder nicht alles auf Anhieb, weil wir im Winterlager alles vom Mast demontiert hatten… So musste nachgebessert werden 😊 nach 90 Minuten stand der Knüppel aber. Wolfgang kletterte dann noch an die erste Saling und fummelte die Mittelwanten auch noch in die Führung am Salingnockbeschlag. So sparten wir uns ein weiteres Mal an den Mastenkran zu müssen. Hat schon mal besser geklappt, aber wir kommen ja quasi direkt aus dem Winterlager.Der Rest des Tages wurde gefüllt durch endloses Geschraube, Trimmen, anbauen, Segel anschlagen, Elektrik nachbessern und aufräumen. Nach 12 Stunden haben wir das erste Mal heute was gegessen und machten uns an eine grobe Törnplanung für morgen. 8 Seemeilen bis Travemünde, dann 53 Seemeilen nach Gedser in Dänemark, 52 Seemeilen nach Warnemünde oder 4w Seemeilen bis Kühlungsborn. Angesagt ist Nordostwind, genau dahin mussen wir aber… Das wird sich dann morgen erst im Laufe des Segeltahes entscheiden, was wir anliegen können. Müssen früh los. Früh ists aber noch sehr kalt.

Fallersleben – Lauenburg – Lübeck

15.4./16.4.2019Gestern sind wir in einem Rutsch den gesamten Elbeseitenkanal durchgefahren. Morgens um 7 Uhr im Yachtclub Fallersleben abgelegt, 13.45 Uhr Schleuse Uelzen, 18.10 Uhr Schiffshebewerk Scharnebeck, 18.45 Uhr nach einem kurzen Schlenker über die Elbe in Lauenburg angelegt. 120 km in knapp 12 Stunden. Abends noch lecker Pasta essen gewesen.Die Hallberg Rassy 29 aus dem Wannsee ist übrigens zeitgleich mit und gestartet, hat aber den Weg über die Elbe genommen. Sie war nur ca. 2 Stunden vor uns in Lauenburg.eHeute früh dann um 7 Uhr im Skippertreff Lauenburg abgelegt. Der Elbe Lübeck Kanal hat ja mit 10 km/h eine Geschwindigkeitsbegrenzung und die 7 Schleusen sollten idealerweise dann in „grüner Welle“ zu passieren sein, ohne große Wartezeiten.7.30 Uhr Schleuse Lauenburg8.45 Uhr Schleuse Witzeeze11.50 Uhr Donnerschleuse12.50 Uhr Schleuse Behlendorf13.20 Uhr Schleuse Berkenthin14.20 Uhr Schleuse Krummesse15.15 Uhr Schleuse Büssau16.30 Uhr 30 Minuten an der Hubbrücke in Lübeck gewartet18.00 Ankunft im SV Trave auf der HerreninselDer Tag war wunderschön, startete eiskalt mit Eis an Deck, war durchgehend sonnig und mittags 15 Grad warm. Ein toller Tag und wir sind tatsächlich, trotz des weiten Umwegs über den Elbeseitenkanal in 4 Tagen hier in Lübeck angekommen.. Einen Tag eher, als vermutet. Morgen wird der Mast gestellt. Wir haben eben noch alles vorbereitet.

Tag 2 Genthin – Fallersleben

Tja… Zusammenfassung des Tages: um die Null Grad und Dauernieselregen. Wir wechselten uns regelmäßig ab und einer konnte sich in der Kajüte neben der mäßigen Spiritusheizung aufwärmen. Immerhin konnten wir drinnen 14 bis 16 Grad Wärme erzeugen. Alle Schleusen waren nett zu uns, wir hatten wieder kaum Wartezeiten. Da wir unbedingt einen Stromanschluß für die Nacht und den Heizlüfter haben wollten, telefonierten wir die Häfen ab. Wolfsburg hatte nur 1.50m Wassertiefe, die Anleger im Mittellandkanal hatten keine Stromanschlüsse, so dass wir entschieden weiter zu fahren bis Fallersleben. Zum Glück spielte auch die letzte Schleuse mit, so dass wir nach 130km in Fallersleben einliefen. Der nette Telefonkontakt versprach uns, dass wir trotz nur 1.30m Wassertiefe reinkommen würden. So zogen wir den Kiel 40cm durch den Schlamm und legten in der Dämmerung an. Alles war wieder gut. Heizlüfter lief, Funke konnte aufladen, wir konnten ausgiebig heiss duschen und hatten einen netten Abend im Hafenlokal. Nach mehreren Bierchen, tschechischer selbstgemachter Wurst und internationalem Geplauder fielen wir in die Koje. 😊

Bombenstimmung Berlin-Genthin

Der Weg von Berlin nach Mönkebude dauert in der Regel 3 bis 4 Tage und führt über den Oderhavelkanal zur Oder nach Stettin. Just in Time wurde nun eine Weltkriegsbombe im Oderhavelkanal direkt hinter Berlin gefunden. 200m Vollsperrung sind auf 8 Wochen avisiert. Es gibt keine Möglichkeit der Umfahrung. Es sei denn… über die Havel zur Elbe. Die hat aber immer wenig Wasser, so dass wir uns für die Deutschlandrundreise entschieden haben.

Am ersten Tag sind wir von Berlin über Havel und den Elbehavelkanal nach Genthin gefahren. Es ist nicht so einfach Liegestellen zu finden, die genug Wasser für ein Sportboot haben 😊 In den Hafen kamen wir dann auch nicht rein, also machten qir an der Liegestelle aussen fest. Ohne Strom…bei 8 Grad Außentemperatur grenzwertig, da noch keine Heizung eingebaut wurde. Also ging es ohne Heizlüfter in die Koje. Nicki kam den ersten Tag mit, ließ sich aber von Mama abends abholen. So hatten Wolfgang und ich das Boot für uns 😀😅. 94km Strecke gemacht, bei den Schleusen kaum Wartezeiten gehabt. Nasskalt und ekelig. Aber gute Stimmung.