Zwischendurch immer mal wieder Optima

Ja, es war viel los in den letzten Wochen bei mir. Privat musste ich einiges umorganisieren und auch in der Wohnung umbauen und renovieren. Daher kam ich immer wieder mal in den Genuss, Zeit mit meinem Schatz oder den Kindern oder Freunden auf der Jamboree zu verbringen. Es waren einige schöne Momente dabei, an denen ich Euch mal teilhaben lasse.

Neuhof/Strelasund – Mönkebude

Um unseren dritten Tag in Folge viele Meilen abzureissen, legen wir um 6.55 Uhr in Neuhof ab. Sonne, leichter Wind, alles deutet auf einen schönen Tag hin.

Wir haben die Brückenöffnungszeiten Wolgast und Zecherin rausgesucht und unseren Törn strikt danach ausgelegt, dass das alles klappt. Wir rechnen mit 6 Knoten Fahrt. Seesegeln oder auch Seefahrt ist nicht einfach nur losfahren, sondern erfordert immer gute Planung und Vorbereitung.

Wir motoren bei leichtem Gegenwind aus Ost durch den Strelasund. Als wir zum Greifswalder Bodden rauskommen beginnt der Spaß. Richtig hackige kurze Welle, teilweise mehr als 1m Höhe. Hier drückt der Wind die Ostsee ungehindert in den Flachwassertrichter südlich von Rügen rein. Wir laufen teilweise nur 3.5 Knoten gegen Wind und Welle, trotz 30 PS Maschine. Langsam kommen uns große Zweifel, ob wir die Brückenöffnung Wolgast um 12. 45 Uhr bekommen. Zum Glück sind es nur knapp 10 Seemeilen über den Bodden. Als wir in die leichte Abdeckung der Greifswalder Oie und des Rüden kommen, stabilisiert sich die Lage und wir kommen zügiger voran. Wir laufen an Peenemünde vorbei in den Peenestrom und weiter bis Wolgast. Fast punktgenau bekommen wir die Öffnung und haben nun 4 Stunden Zeit bis zur Zecheriner Brücke im Usedomer Südosten. Es wird ekelig, Dauernieselregen. Wir müssen erstmals Regenkleidung tragen. Das Wetter wird immer schlechter. Wir ankern eine Stunde vor Zecherin und warten dann auf die Brückenöffnung um 16.45 Uhr. Dann die letzten 10 Seemeilen nach Mönkebude aufs Haff, bei Dauerregen. Es ist diesig und wir haben kaum 1 Seemeile Sicht. Gegen 18 Uhr sind wir in Mönkebude, endlich wieder zu Hause. Erschöpft, nass, aber zufrieden.

209 Seemeilen seit Kiel haben wir im Kielwasser. Norbert brutzelt noch Bratwürste mit Bratkartoffeln und repariert dann noch alte Kabel an der Heizung und am Kühlschrank. Jetzt laufen die wieder störungsfrei. Norbert reist morgen früh ab, ich bleibe noch hier und bekomme Besuch 😊

Warnemünde – Neuhof/Strelasund

Mit dem frühen warmen Sonnenlicht starten wir in den langen Tag. Vor uns liegt die Etappe rund um Darßer Ort nach Stralsund und weiter in den Strelasund. Wir müssen Meter machen, damit wir am Freitag in Mönkebude sind.

Also Start um 6.30 Uhr im Alten Strom in Warnemünde, wie üblich die letzten Tage, bei NULL Wind. Wieder ein langer Belastungstesttag für Motor und Getriebe. Nehmen woir es vorweg: es gab gar keine Probleme, alles läuft wie ein Uhrwerk 🙂

Wir motoren 25 Seemeilen nach Nordost in Richtung Darßer Ort und legen dann dort Kurs Ost auf Hiddensee an. Es kommen überigens Segelyachten aus dem „Nothafen“ Darßer Ort, also wurde dort wohl die Rinne ausgebaggert. Nach 25 weiteren Seemeilen unter Autopilot, Bimini und Diesel, chillen in der Sonne, Nickerchen und Bücher lesen, kommen wir in das Fahrwasser am Gellener Haken – zwischen Hiddensee und Festland durchfädeln. An Barhöft vorbei fahren wir in Richung Stralsund und sind viel schneller hier, als gedacht. Also legen wir uns vor Altefähr auf Rügener Seite vor Anker und kochen ein spätes Mittagessen. Um 17.20 Uhr öffnet die Ziegelgrabenbrücke und wir huschen durch in den Strelasund. Nach weiteren 5 Seemeilen erreichen wir unser Tagesziel Neuhof. Insgesamt haben wir heute knapp 63 Seemeilen im Kielwasser in 10.46 Stunden (plus Ankerpause). Hier in Neuhof liegen wir immer gerne und haben nun nur noch eine perfekte Tagesetappe von knapp 60 Seemeilen bis zu unserem Heimathafen vor uns.

0 Bft.
Wir haben es schon schwer… 😁
Der Ttaumstrand von Hiddensee in Greifweite
Anker fiel vor Altefähr
Ankern vor Rügen
Stralsund Skyline
Ziegelgrabenbrücke Stralsund
Neuhof/Strelasund
63 Seemeilen in 10.43 Stunden plus Ankerpause

Heiligenhafen – Warnemünde

Fast schon ein Stückchen Normalität. 😊👌

Gegen 8 Uhr kommt nochmal der Mechaniker und schaut, ob alles in Ordnung ist. Dann warten wir leider ziemlich lange auf die Rechnung, die Anbetracht der Dinge gestern insgesamt recht fair ausfällt. Die Bordkasse hat nun zwar ein großes Loch, alleine das neue Getriebe kostet knapp 3000 Euro… Aber wir sind insgesamt erleichtert und kommen gegen 11.20 Uhr endlich los. Da überhaupt kein Wind weht, wird es ein langer Tag unter Motor, quasi Dauertestbedingungen. Wir passieren die Fehmarnsundbrücke, würden gerne nach Gedser in Dänemark, weil das viel besser auf unserer. Route liegt. Leider darf man zur Zeit nach Dänemark nur einreisen, wenn man 6 Übernachtungen bucht und dies nachweisen kann. Also bleibt nur Warnemünde. Wir sind froh, dass wir ein Bimini haben, denn die Sonne brennt uns auf den Pelz. Ich nutze die Zeit und putze das Deck. Um 18.20 sind wir nach 7 Stunden und 43 Seemeilen im alten Strom. Fischbrötchen ist Pflicht, kurze Fotos machen, Feierabend. Die beiden nächsten Tage werden sehr lang, 65 und 60 Seemeilen ungefähr. Dazu müssen wir jeweils um 6.30 Uhr los, damit wir die drei Brückenöffnungen in Stralsund, Wolgast und Zecherin passend bekommen. Wir müssen rechnen und planen, damit das gut passt.

Wie schön ist das denn?

Ein Tag im Leben des Herrn Kiehl

Der Tag fing beschaulich an, sonnig, der Sturm hatte sich verzogen und den Regen gleich mitgenommen. Warm weckte uns die Sonne und wir machten das Boot für den Tag der großen Operation fertig.

Wir erinnern uns…beim ersten Törn von Laboe nach Heiligenhafen fiel mit einem Schlag der erst drei Jahre alte Motor aus und wir erhielten von der Werft die Diagnose. EXITUS -Motor fest, dreht nicht mehr, ist nicht mehr zu retten. Erst erhielten wir ein Angebot für einen neuen Rumpfmotor, das war finanziell nicht realisierbar auf die Schnelle. Dann, als wir das Boot an Land stellen und hier lassen wollten, zauberte der Werftchef einen identischen gebrauchten Austauschmotor hervor. Dieser sollte nun also heute eingebaut werden.

Um 8.30 Uhr ging es dann los, ein Schrauber wurde uns geschickt, der die restlichen Dinge vom Motor löste und den Motor dann Mittags aus dem Boot krante. Die Sonne brannte uns auf den Schädel, die Werft glühte vor Hitze. Der Austauschmotor wurde ins Boot gehoben und installiert. Gegen 17 Uhr gab es dann das GO: Motor bitte starten. Klack. Nichts, nada, niente. Der Motor sprang auch nicht an. Es wurde hin und her diskutiert, probiert…und dann lief der Motor plötzlich.

Was was die Ursache? Der Mechaniker hatte das Getriebe wieder abgeflanscht, schon lief der Motor, Diagnose: Getriebe defekt! Norbert ahnte was und lief zu unserem Motor, der auf einer Palette an Land stand und aufs Verschrotten wartete. Und siehe da…der Motor lies sich von Hand drehen! ERGO: Der Motor ist völlig in Ordnung, das Getriebe ist defekt, der Motoraustausch war sinnlos. Hätte die Werft bei der ersten Diagnose nicht voreilig auf Exitus des Motor entschieden und hätte das ausprobiert…hätte, hätte, Wurschtbulette.

Wir sprachen mit den Werftchef ein paar ernste aber faire Worte und einigten uns auf ein neues Getriebe, das er heute noch auf Fehmarn besorgen könnte. Die finanziellen Dinge wurde besprochen, der Motortausch geht natürlich nicht auf unsere Kosten und die Liegegebühren haben wir auch „aufs Haus“ verhandelt.

Die Mechaniker erklärten sich bereit für ein paar Überstunden und tauschten in Rekordzeit die Motoren zurück, der Chef besorgte das Getriebe, welches direkt eingebaut wurde. Gegen 20 Uhr war dann alles verpflanzt, der Probelauf lief einwandfrei.

Morgen gibts dann noch einige Einstellungsarbeiten und das Drama hat endlich ein Ende. Die Kosten sind immer noch immens, so ein Getriebe kostet soviel wie ein gebrauchter Kleinwagen, aber  wir sind mit einem blauen Auge davongekommen und verlieren nicht direkt den Spaß am neuen Boot.

Sachen gibts…die kann eigentlich nicht geben. Warum ist das recht neue Getriebe nach nur knapp 400 Stunden defekt? Ohne Öl gehts schlecht. Das Getriebe war innen knochentrocken. Entweder, es wurde das dünnflüssige Einbauöl, welches direkt anch Einbau getauscht werden muss, nicht gewechselt, oder jemand hat das Öl im Winterlager abgelassen. Wir haben alles gecheckt vor Abfahrt, aber nicht das Getriebeöl. Darauf sind wir nun nicht gekommen, nachdem der Motor nagelneues Öl hatte.

Die Lernkurve steigt weiter. Es gibt immer noch Dinge, die wir noch nicht erlebt haben…

Unser Motor raus
Zwillinge
Getriebe ohne Motor
Großbaustelle
Austauschmotor
Bimini mit Sprayhoodanschluß
Bimini
Austauschmotor raus, unserer wieder rein

Vorbereitungen zum Motortausch

Tja, wie verbringen wir nun die 4 Tage bis Montag, bis der Austauschmotor eingebaut werden soll? Wir bereiten den Austausch so gut es geht vor.

Norbert setzte sich gestern Vormittag hier in Heiligenhafen in den Bus, fuhr zur Bahn und nach Hause. Er wollte Werkzeug holen und Kanister, damit wir gleich mal den Sprit austauschen können. Heute Vormittag kam er dann mit dem Auto aus Bremen wieder her. Im Gewitter saugten wir 75 Liter Sprit aus dem Tank und füllten dann 100 Liter sauberen Diesel wieder ein. Das klingt einfach, war aber schon eine ziemliche Sauerei. Danach befreite Norbert den Volvo Penta Diesel von Spitleitungen und Wasserleitungen und bereitete den Motor soweit vor, dass er am Montag schnell aus dem Boot gehoben werden kann. So sparen wir Zeit und Geld.

Nach einem nassen, schmutzigen und arbeitsreichen Tag setze sich dann Norbert wieder ins Auto und fuhr nach Bremen zurück, damit er morgen wieder mit der Bahn herreisen kann. Ein ganz schöner Aufwand, der sich aber gelohnt hat. Ich putzte noch das Boot wieder sauber und baute die letzte Schranktür ein, die noch gefehlt hat. Draussen pfeift es seit gestern durchgehend und es regnete den ganzen Tag, unterbrochen von diversen Gewittern.

Insgesamt ist es absolut unverständlich, warum so ein neuer und quasi jungfräulicher Motor einen Exitus erleiden musste. Es fehlte weder an Wartung noch an Schmierung. Den Händler in Hamburg gibt es leider nicht mehr. Bin gespannt, ob Volvo Penta sich zu einer Stellungnahme herablassen wird.

Tankstutzen ab und Schlauch in den Tank eingeführt
Schlauch in die Kajüte, tiefster Punkt im Boot
in alte Kanister gefüllt
Gut 75l alter Diesel
Motor lösen, Schläuche ab
Flüssigkeiten ablassen
Wenigstens sehr gut rundum zugänglich

Mal wieder PECH gehabt :-(

Norbert brachte sein Auto nach Hause ins Bremer Umland und ich nutzte die Zeit für Aufräumarbeiten, Putzen und nochmalige kleinere Einkäufe.

Nachdem Norbert am nächsten Tag dann wieder mit dem Zug angereist war, legten wir ab. Wir brauchten mal Luftveränderung. Kiel Wik war zwar ganz nett, aber das Gefühl sagte…lass uns weiterziehen. Also legten wir gegen 18 Uhr ab und motorten bei Windstille nach Laboe in die Baltic Bay Marina. Wir zahlten 20 Euro Liegegeld plus 5 Euro Kurtaxe, machten uns abends frischen Backfisch im Ofen und dazu Salat. Ein wunderschöner Sonnenuntergang ließ den Tag ausklingen. Die Marina ist groß, ziemlich unpersönlich und hat uns nicht sehr gefallen. Sie diente nur der Übernachtung.

Am nächsten Tag wollten wir weiter in Richtung Fehmarn. Wenig Wind gegenan, aber er sollte drehen. Wir legten um 12 Uhr ab und motoren auf die Kieler Förde. Dann setzen wir die Segel und liefen hoch am Wind um 3 Knoten… abnehmend. Als die gelben Wartonnen vom Schießgebiet Todendorf vor uns liegen, sagt Norbert: „Schau doch mal im Internet nach, ob und wann wir durchfahren dürfen. Grmpf. Hätte uns auch eher einfallen können. Natürlich Befahrensverbot 9-17 Uhr. Also legen wir das Ruder um und hangeln uns gen Norden, immer an der Grenze zum Schießgebiet herum, damit wir nicht versehentlich beschossen werden.

Der Motor läuft seidenweich und völlig problemlos. Schließlich ist er auch erst 3 Jahre alt und hat 10000 Euro gekostet. Er ist gewartet und war mit ein kaufentscheidender Grund für das Boot. Im nörlichen Bereich der Umfahrung des Schiessgebiets Todendorf muckt der Motor plötzlich kurz und bleibt dann abrupt stehen. Keine Warnsignale, Öl in Ordnung. Norbert schaut sofort nach dem Rechten, ich rolle das Vorsegel aus und gehe auf Kurs. Leider dreht die Propellerwelle, aber der Motor ist fest. Keine Chance. Zum Glück weht jetzt ein leichter Wind und wir können Heiligenhafen anliegen. Mit 3 bis 4 Knoten segeln wir mit mulmiger Laune in den Abend hinein. Wir lassen und von einem kleinen Holzfolkeboot einschleppen, weil dann genau der Wind weg ist. Um 22 Uhr machen wir nach 10 Stunden und 42 Seemeilen in Ortmühle bei Heiligenhafen in der Yachtwerft Heiligenhafen fest. Wir hoffen, dass uns morgen ein Techniker helfen kann, aber Norbert befürchtet das Schlimmste…

…was dann am nächsten Morgen auch bestätigt wird. Der Motor hat einen Totalschaden und ist irreparabel defekt. Innen alles festgefressene Matschepampe. Um zu sagen, was genau der Schaden ist, muss der Motorkopf runter, das ändert aber nichts daran, dass der Motor ein wirtschaftlicher Supergau ist. Wir bekommen morgen ein Angebot für einen neuen Rumpfmotor von Volvo Penta für einen D1-30.

Wir rechnen hin und her, ob es Sinn macht, das Boot hier an Land zu stellen und ohne Motor zu verkaufen. Wie ist der Markt dafür? Was könnte man preislich erzielen? Oder doch den Motor einbauen? Lohnt sich das dann alles noch? Es ist immerhin nur unser Projektboot, unser Männerspielzeug. Wir haben ja jeder mindestens noch ein weiteres Boot, an dem unsere Herzen hängen. Schwierige Entscheidung, alles hängt von dem Angebot ab. Dann sehen wir weiter. Abends machen wir einen 10km Spaziergang nach Heiligenhafen, durch den Hafen, gehen einkaufen und zurück. Es wird stürmisch, der Wind hat auf Ost gedreht und es pfeift. Norbert kocht ein frisches Chili und dann ist der Abend auch schon rum.

Heute morgen dann der große Tag…noch vor dem Duschen ab zum Technikchef. Er gibt mir zwei Angebote. Boot kranen und bis zum Ende der Sommersaison an Land stellen…1300 Euro. Neuer Rumpfmotor 6800 Euro plus etwa einen Tag Arbeit, also insg. ca. 8000 Euro. Peng, Seifenblase zerplatzt. Wir diskutieren und sind uns schnell einig. Boot an Land stellen und verkaufen. Wir sagen Bescheid, dass wir einen Termin zum Kranen haben möchten…dann kommt plötzlich das Angebot eines guten Gebrauchtmotors gleichen Typs. AHA…denken wir uns. Das Angebot ist fair, bezahlbar und realisierbar. Wir nehmen an. Heute ist Donnerstag, am Montag soll der Umbau erfolgen. Dann könnten wir tatsächlich nächste Woche weiterfahren. Eigentlich hatten wir uns innerlich schon von der Aldebaran verabschiedet. Also richten wir uns auf ein paar Hafentage ein und warten ab.

Tschüss Laboe – UBootdenkmal, hier war ich schon mit meinen Eltern als Kind
Es gibt immer was zu tun…
7 Tonnen segeln auch bei wenig Wind erstaunlich gut
Sonnenbrandwetter
Abendstimmung vor Fehmarn
Ortmühle Außensteg
Nur 3 Jahre alt ist er geworden, davon stand er 2 Jahre an Land
Schön ist es hier

Boot Nummer 2 – Saison Beginn an der Ostsee

Am 05.06.20 sind wir von Berlin nach Kiel gefahren. Meine Schwester brachte dann mein Auto nach Berlin zurück und mein Freund und Miteigner Norbert kam aus Bremen zum Boot. Es folgte ein intensiver Auf-, Aus,- Einräum- und Ausräummarathon bis nach Mitternacht. Totmüde ab in die Koje und schlafen hoch auf dem Bock, allerdings schon mega bequem in zwei getrennten Schlafbereichen. Ist schon groß die Kiste.

Morgens gegen 7.30 Uhr aufgestanden und kurz Brötchen bei Famila geholt. Dann ging es auch schon los. Kranfahrzeug kam, hob den Bock hydraulisch an und fuhr das Boot zügig zum Kranplatz. Yachtwerft Dick ist wirklich hochprofessionell aufgestellt. Zack, hing das Boot am Kran und eine Minute später war es im Wasser. Kurzer Check, ob alles dicht ist und schon sprang der Diesel an.

Wir verholten uns bei sehr böigem Wind auf die andere Kanalseite an den Warteplatz zur Schleuse, zahlten 8 Euro Gebühr und warteten 30 Minuten auf die Schleusung. Die Schleuse Holtenau selber war dann nur mäßig spektakulär. Schwimmstege, 4m Hub… Da haben wir schon anderes erlebt.

Wir fuhren rechts um die Ecke in den ersten verfügbaren Hafen Kiel Wik. Die freien Boxen waren alle zu eng für unsere 3.70m Breite. Also übte ich mehrfach das Manövrieren auf engstem Raum mit dem neuen Boot und letztendlich legten wir uns an den Außensteg. 20 Euro zahlen wir hier, Duschen immer noch wegen Corona verboten. Wir liefen 2km zu Norberts Auto, fuhren zu Famila und kauften für 189 Euro Lebensmittel ein. Jetzt kann es losgehen 😊

Enti in Schilksee
Viel Kram
Eieiei, volle Hütte
Lieferung Feuerdrachen für meine Berliner Kollegen von Marc 😊
Los geht’s
Sie schwimmt
Einfahrt Holtenau Schleuse NOK
In der Schleuse
Mittags gab es Leinensalat
Angekommen in Kiel Wik

31.05. Genthin – Berlin

Um 8.00 Uhr Leinen los, es liegen um die 80km vor uns bis nach Hause. Die Fahrt geht noch durch die Schleuse Wusterwitz und die Havel dann über den Plauer See nach Brandenburg. Hier sind plötzlich unfassbar viele Boote unterwegs. In der Schleuse Spandau wird es mit 13 weiteren Sportbooten rappelvoll. Alles verläuft unkompliziert und dann sind wir gegen 15 Uhr im Heimatrevier. Über den Junfernsee geht es die Havel weiter an der Pfaueninsel, dem Wannsee und weiter in Richtung Spandau. Um 17 Uhr sind wir zu Hause im Klub am Rupenhorn. Müde und verbrannt von der Sonne stellen wir sogar noch den Mast. Aber irgendwas passt nicht, wie es soll. Der Mast steht schief, die Wanten sind einseitig zu lang, andere Seite zu kurz… genervt lassen wir es heute gut sein und legen den Mast wieder. FEIERABEND 😀 ungefähr 520km liegen im Kiel Wasser seit Rostock.

Schleuse Brandenburg
Brunch um 13 Uhr
Letzte Kanalkilometer
Der Wannsee
Klub am Rupenhorn voraus
Fest um 17 Uhr
Wolfgang schaut oben, woran es liegt
Egal… Feierabend

30.05. Weißes Moor – Genthin

Viel gibt’s von heute nicht zu schreiben. Wir müssen Kilometer aufholen, dank der Wartezeiten gestern. Also klingelte der Wecker um 4.30 Uhr und um 4.58 Uhr legten wir aus dem Boots Päckchen ab. Leichter Nebel auf der Wasseroberfläche am frühen Morgen und ich sehr wenig gesprächig, ob der kurzen Nacht. Es lief gut. 7.30 Uhr Schleuse Sülfeld im Mittellandkanal, dann immer weiter geradeaus bis zum  Wasserstraßenkreuz Magdeburg und der Trogbrücke über die Elbe. Immer wieder extrem beeindrucktend mit einem Boot über eine so hohe Brücke zu fahren. Danach direkt die Schleuse Hohenwarthe um 16.30 Uhr, dann noch die Schleuse Zerben mit völlig sinnloser Wartezeit (da wirklich niemand geschleust wurde und wir trotzdem ein Stündchen warten mussten) und dann weiter bis Genthin. Um 21 Uhr haben wir dort im Yachtclub nach 140km Strecke und 16 Stunden Fahrt festgemacht. Der Hafen war voll und wir legten uns an die Aussenmauer. Ein freundlicher Motorbootfahrer wollte uns den Stromanschluss versagen, da wir ja nicht IM Hafen liegen würden.

„Frühzeitige Ankunft sichert den Liegeplatz“ war dann noch der nette Hinweis. Ich telefonierte dann mit dem Hafenmeister, der das naturlich erlaubte.

Ja so sind sie, die Motorbootfahrer. 😂

Heiße Dusche, Chili con Carne, Filmchen auf Netflix und ab in die Koje

Arena Wolfsburg
Seeventil Schlauch tropfte, Wolfgang putzte
Trogbrücke über die Elbe
Hohenwarthe
Vor der Schleuse Zerben
Yachthafen Genthin