Coronapause 2020 – jetzt geht es endlich weiter

Die Coronapause hat uns alle lahmgelegt und einen dicken Strich durch sämtliche Rechnungen gemacht. Ich hoffe, Ihr seid alle gesund durch die Krise gekommen und bleibt es auch.

Endlich wird der Lockdown gelockert.  Endlich tut sich was in Sachen Einreiseverbote in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig Holstein.

Der Plan sieht aus, wie folgt:

Krantermin 26.05.20 Rostock, dann kann die Optima 92 in der 22. KW nach Mönkebude überführt werden. Ich habe am 25.05. die Aufgabe, das komplett leere Schiff auszurüsten, einzuräumen und fertig für ein paar Tage segeln zu machen. In Mönkebude habe ich meinen Saisonliegeplatz, auf dem dann eigentlich die Westerly 35 Falcon liegen soll. Die Westerly wird wahrscheinlich am 10.06.20 in Kiel gekrant und direkt nach Mönkebude überführt. Dies wird in der 24./25. KW stattfinden. Dann muss die Optima 92 von dem Platz in Mönkebude weg und wird hoffentlich in der 26. KW weiter nach Berlin überführt, falls dann wieder durch Polen gefahren werden darf.  Wenn nicht, muss ich mir für die Optima in Ueckermünde einen Gastliegeplatz suchen.

 

Dieses Wochenende dürfen wir endlich nach vielen Wochen des Wartens nach Kiel fahren und an der Westerly arbeiten. Da das Boot mehrere Jahre an Land stand, gibt es da noch einigen Reparatur- und Pflegebedarf, bevor das Boot gekrant werden kann.

Es gibt einiges zu organisieren. Keiner weiß, wie sich die Lage entwickelt. Drücken wir uns die Daumen, dass wir noch eine gute Restsaison erleben können und alle gesund bleiben. Mit ein paar einfachen Regeln sollte die Chance dazu ganz gut sein.

 

Derweil habe ich schonmal meine Grafikerin beschäftigt und mir für die Optima ein eigenes Logo anfertigen lassen. Ich finde es schön 🙂

Ich halte Euch auf dem Laufenden!

Bis bald.

 

Neue Seite eingerichtet: Dehler Optima 92

Im Menü dieser Internetseite – www.kiehlboot.de – findet Ihr eine neue Unterseite „Dehler Optima 92“.

Hier werden nun allgemeine Informationen rund um die Optima 92 / 98a zur Verfügung gestellt.

Ich habe meine Originalunterlagen abfotografiert, diese zu PDFs umgewandelt und verkleinert. Somit konnte ich sie online zur Verfügung stellen.

  • Originalkatalog
  • Eignerhandbuch von Dehler
  • Pflegehandbuch von Dehler

Dazu auch gleich der schöne Umbautipp von hydraulischer Radsteuerung auf Seilzuglenkung.

Werde weitere Infos hier einstellen, wenn ich sie finde oder bekomme.

Dehler Optima 92

Ansonsten…bleibt gesund! Durchhalten. Bald wird wieder gesegelt.

COVID-19 – Corona Krise auch im Wassersport

COVID-19, Corona-Krise, chinesischer Virus, Wuhan-Virus, SARS-CoV-2, wie auch immer der Virus in diesen Tagen auch genannt wird…die Welt wehrt sich!

Unsere Generation steckt in der schlimmsten Gesundheitskrise, die sie je erlebt hat und ja, auch wir Wassersportler, sind extrem beschränkt und betroffen. Ja, es sind „Luxusprobleme“, aber es so hat eben jeder seine persönlichen Probleme und Einschränkung der Bedürfnisse in dieser Krise. Dieser Beitrag bezieht sich ausschließlich auf die Auswirkungen auf unser Hobby. Natürlich gibt es wichtigere Probleme, aber darum geht es hier jetzt nicht.

Krise…was ist eigentlich eine Krise? Laut WIKIDEPIA bezeichnet eine Krise im Allgemeinen einen Höhepunkt oder Wendepunkt einer gefährlichen Konfliktentwicklung in einem natürlichen oder sozialen System, dem eine massive und problematische Funktionsstörung über einen gewissen Zeitraum vorausging und die eher kürzer als länger andauert.

Tja, also stecken wir Wassersportler nun tatsächlich in einer Krise. Draußen scheint die Sonne, bestes Wetter. Mein Boot in Rostock ist fertig zum Kranen, alles abgeplant, geputzt, gewienert und vorbereitet. Der Termin am 03.04. in Rostock ist nun abgesagt worden, weil die Häfen in MeckPomm schließen mussten. Ich komme durch das Einreiseverbot nach Meck Pomm weder zum Boot nach Rostock, noch zum Boot nach Schleswig-Holstein, da auch SH Einreiseverbot erlassen hat. Termin in Keil am 29.04. ist auf Ende Mai verschoben. Ich komme derzeit also zu keinem der Boote. Die Optima aus Rostock soll über die Oder nach Berlin. Polen hat auch die Schotten dicht. Derzeit geht gar nichts.

Ich wohne in Berlin und habe täglich beruflich viel Kontakt mit Menschen. Wenn ich alleine am Boot arbeite, dann stecke ich niemanden an und werde auch nicht angesteckt. Mehr Abstand als auf dem Boot, kann ich ja kaum haben. Weder an Land, noch im Wasser. Sehr ärgerlich, da ausgerechnet dieses Frühjahr mit zwei Booten, zwei Kranterminen, zwei Bootsüberführungen extrem durchorganisiert und verplant war.

Schauen wir, was kommt.  Manche Regelungen sind sinnvoll, aber manches halte ich für absolut übertrieben. Kontaktverbot JA, Abstand halten JA, Schutz JA, alles sinnvoll, aber Reisebeschränkungen zwischen einzelnen Bundesländern? NEIN. Absolut sinnfrei, meiner Meinung nach. Alles wird sich nach Ostern stauen und stapeln, alles wird und muss ja wieder hochfahren. Dann ist COVID-19 aber noch lange nicht „weg“. Wir werden uns eh fast alle damit infizieren oder hatten es sogar schon. Damit müssen wir rechnen und leben. Wir strecken nur den Zeitraum etwas, wir stecken uns nicht alle gleichzeitig an.

Das ist MEINE Seite, MEIN Blog und MEINE Meinung. Ich arbeite in einem „systemrelevanten Beruf“ und sichere den „sozialen Frieden“. Klingt wichtig. Von uns spricht aber niemand. Wir sind da, weil man es von uns erwartet. Wir stehen nicht in den Medien, für uns klatscht niemand. Wir sind da, funktionieren. Von 40 Mitarbeitern habe ich grad noch ein Viertel zur Verfügung. Wir werden diese Krise überstehen und bin auch sicher, dass wir noch eine schöne Saison 2020 erleben werden. Dann eben mit etwas verspätetem Start.

Ach ja, ehe ich es vergesse…mit Herzproblemen und schwerem Asthma seit meinem 11. Lebensjahr gehöre auch ich zur Risikogruppe. Trotzdem steht mein Leben nicht still, es verlangsamt sich derzeit einfach. Auf dem Wasser wäre ich weitgehend sicher und könnte sehr gut allem entfliehen. Hier in der Bundeshauptstadt NICHT.

  • Wo ist der Sinn, dass Kleingärtner in ihre Schrebergärten dürfen, wir aber nicht auf unsere Boote?
  • Wo ist der Sinn, dass ich in meiner Wohnung/meinem Haus kein – „Kontaktverbot“ habe und eine Party veranstalten kann (was ich natürlich nicht tue)?

Ich habe 4 Kinder, die wir getrennt haben. 2 wohnen jetzt bei mir, 2 bei der Mutter, damit der Lagerkoller nicht zu groß wird. Ich gehe 9-10 Stunden am Tag arbeiten und die Kids sind in dieser Zeit auf sich alleine gestellt (mobiles Arbeiten für uns nicht möglich, da Systemüberlastung). Ich sehe meine Freundin seit 3 Wochen nicht, da sie auch 2 Kinder hat und wir das Ansteckungsrisiko minimieren wollen. Wir sind nicht leichtfertig und ganz sicher nicht unvorsichtig. Aber manche Entscheidungen gehen mir gehörig auf den Keks, auf den Doppelkeks!

Alles wird gut! Irgendwann. Bestimmt. Bleibt gesund!

Arbeitswochenende 14.3./15.3.2020

Wow, was für ein Wochenende…

das trifft es auf den Punkt.

Beginnen wir mit dem Samstag… Der Käufer meiner X-95 „Chillax“ kam aus Augsburg zur endgültigen Übergabe. Einmal alle Segel anschlagen, bei schönster Sonne einen Probeschlag segeln, Einweisung in die Backstagen, Motor etc. Dann alle Segel wieder abnehmen, und den Mast legen. Zack, das wars, Chillax ist nun endgültig aus meinen Händen. Sie wird dann im April, wenn Polen irgendwann wieder offen ist, ans Stettiner Haff überführt.

Dann kam der Sonntag… um 7 Uhr habe ich meinen Freund Wolfgang eingesammelt und wir sind mit vollgepacktem Auto nach Rostock zur Optima 92 gefahren. Die Autobahnen waren extrem leer, kaum Menschen unterwegs. Lags am Corona Virus? Gegen 9.30 Uhr waren wir dann in der Werft und begannen mit dem Tagesprogramm. Winter plane runter, Boot etwas sauber machen, alte Beschriftung entfernen, Rumpf reinigen, neue Beschriftung anbringen. Solaris heißt jetzt nach 15 Jahren wieder Jamboree. Dann Rumpf polieren und wachsen, Kiel entrosten und mit Primocon streichen und letztlich das Unterwasserschiff mit Micron Extra streichen. Zusätzlich einen verstopften Lenzer inklusive Seeventil reinigen und durchpusten und viel Material und Werkzeug aufs Boot räumen. Ein Programm, was sonst mindestens ein ganzes Wochenende gedauert hätte, haben wir in knapp 8 Stunden durchgezogen.

Jamboree glänzt fast so frisch, wie sie vor 40 Jahren aus den Werfthallen im Sauerland geschoben wurde.

Saison kann quasi losgehen. Krantermin Optima 92 ist für den 03.04. gebucht, Überführung nach Mönkebude zu Ostern. Dann nach Berlin über Stettin. Aber Polen ist derzeit abgeriegelt. Abwarten….

Krantermin für die Westerly ist dann am 29.4. , Überführung in der ersten Maiwoche nach Mönkebude. Dann muss da die Optima weg sein. Enger Zeitplan in diesen Zeiten, Corona sei dank. Abwarten und Tee trinken…vor allem: Gesund bleiben!

Noch unter dem Namen „Solaris“

Feierliche Wiederrückbenennung 😊

Die zwei krassen Arbeitstiere

Abendstimmung in Warnemünde am alten Strom. Lovely Place to be

Jamboree zurück gekauft – der Kreis schließt sich

Am 04.10.1987, ich war 13 Jahre alt, kaufte mein Vater für unsere Familie eine Optima 92 aus erster Hand, damals gerade 7 Jahre alt. Das Boot kostete gebraucht fast 80.000 DM, unfassbar viel Geld für uns damals. In den folgenden Jahren verbrachten wir einen Großteil unserer Kindheit und Jugend auf diesem Boot. Viele schöne Segelreisen haben wir in unserer Erinnerung.Leider werden auch Eltern älter und irgendwann ging es nicht mehr. Die Jamboree sollte verkauft werden, damit ein Wohnmobil angeschafft werden konnte. Inzwischen hatte ich eine eigene Familie und kaufte meinen Eltern das Boot am 25.07.2004 ab. In den kommenden zwei Jahren unterzogen wir das Boot einem großen Refit und steckten viel Geld und Zeit in das Boot. Wie das Leben so spielt…wir kauften wir ein Haus und aus einem Kind wurden vier Kinder. Daher musste ich am 19.03.2006 die schwere Entscheidung treffen und das Boot verkaufen. Diese Entscheidung bereute ich fortan und es folgte eine ruhelose Bootswechselkarriere aus diversen Gründen (hier auch im Bereich „Bootshistorie“ nachzulesen). All die Jahre schaute ich immer wieder im Internet nach Infos, ob irgendwo das Boot auftauchte. Ich hatte sogar sporadischen Kontakt zu den Eignern.Inzwischen sind beide Eltern leider viel zu früh verstorben und die Emotionen bezüglich dieses einen Bootes wurde immer aufdringlicher.Ich besaß ein wahres Traumboot, meine X-95 „Chillax“, und hatte mich erst im Herbst 2019 mit einem sehr guten Freund entschieden, dass wir uns zusätzlich in Eignergemeinschaft die „Aldebaran“, eine Westerly 35 Falcon, zu kaufen. Dieses Boot ist allerdings ziemlich zuwendungsbedürftig, aber riesig groß und ein richtiges Weltumseglerboot mit allem Drum und Dran.Der Plan ab 2020: Westerly 35 Falcon an der See, X-95 binnen als Racer und Badeboot. J könnte schlechter sein JPlötzlich tauchte, quasi direkt nach Vertragsunterschrift der Westerly, unsere alte Jamboree in einer Verkaufsanzeige auf und das Kopfkino begann sich schneller zu drehen. Kontaktaufnahme, Emails, WhatsApp Nachrichten, Bilderversand via Dropbox… Ich hatte grad 9700 Euro in ein neues Rigg der Chillax investiert und es gab keinen schlechteren Zeitpunkt um ein solch grandioses Boot wie die X-95 zu verkaufen. Aber 3 Boote, das geht nun wirklich nicht. Daher wurde die X-95 kurzfristig Anfang des Jahres inseriert. Trotz der schwierigen Bootsmarktlage hatte ich diverse Anfragen und Interessenten und so ergab es sich, dass die X-95 innerhalb von 4 Wochen einen neuen Eigner fand. Das Boot wurde, natürlich viel zu günstig, aber in gute Hände verkauft und wird künftig wieder in meiner Nähe am Stettiner Haff unterwegs sein.Der Weg war nun frei für den Rückkauf unseres Familienbootes. Wir verabredeten uns in Rostock, die Besichtigung war kurz und sehr emotional. Das Boot wurde weiter gut gepflegt und somit einigten wir uns auf den Rückkauf.Ich habe nun tatsächlich das Boot zweimal erworben. Einmal am 25.07.2004 und nun, ca. 15 Jahre später, am 07.03.2020. Die Jamboree gehört wieder mir und diesmal bleibt sie in meinem, Besitz, falls nichts Außergewöhnliches passiert. Ich bin der dritte und der fünfte Eigner der Optima 92, Baunummer 838.

Anno 1987

Elbeseitenkanal 1988

Kopenhagen 1989

Erinnerungen

2003 nach dem Refit in meinem Besitz

Verkauf 2004

Das letzte Foto 2004 nach dem Verkauf

07.03.2020 – da isse wieder 🙂

Nu isse weg…

Es gab auf mein Inserat diverse Interessenten, einige nette Besichtigungen und nun ist es soweit… Chillax ist verkauft in gute Hände. Sie wird ganz in meiner Nähe bleiben und in der Nachbarschaft am Stettiner Haff liegen.

Wir hatten knapp zwei schöne Jahre mit Ihr und haben viel von der Ostsee gesehen. Ein schnelleres Boot werde ich wohl nie mehr besitzen. Ein wahres Traumboot.

Aber… Wir haben uns ja im Herbst die Westerly 35 Falcon gekauft und sind bereit für neue, größere Projekte 😊

Ende 2019

So nun war es soweit. Da das neue Rigg nun steht, kann das Boot auch aus dem Wasser geholt werden. Diesmal machen wir alles anders und holen es mit stehendem Mast aus dem Wasser, da er ja erst letzte Woche gestellt wurde und die Unterwanten noch angepasst werden müssen.

Boot zum Kran gefahren, Motor mit Frostschutz eingewintert, Achterstag und Backstagen weggebunden und das Boot an den Heissstrop gehängt. Damit der Mast vom Kran wegbleibt, habe ich mich aufs Vorschiff gesetzt und mit meinem zarten Gewicht für die nötige Gewichtsverteilung gesorgt 🙂

Alles lief sehr problemlos und entspannt. Am nächsten Tag dann noch gleich das UW angeschliffen und für das neue Antifouling vorbereitet. Da nun die eigentliche Winterplane aufgrund des stehenden Mastes nicht mehr passte, haben wir eine neue Abdeckung aus zwei anderen Planen gebastelt. Passt.

Eingepackt. Jetzt schnell Weihnachten überstehen und dann kann die Winterlagerbastelei wieder losgehen. 🙂 War eine ereignisreiche und tolle Saison mit einem fantastischen Boot. Viel gesehen, ordentliche Meilen gerissen, schnell unterwegs gewesen und viele schöne Wochenenden an der See verbracht.

Chillax bekommt ein komplett neues Rigg

Nachdem im Urlaub zwischen Dänemark und Schweden der Mast leider gerissen ist (genau über der Decksdurchführung), der Urlaub danach nur noch halbentspannt zu Ende gesegelt werden konnte, weil immer der Mastbruch im Hinterkopf schwebte, wir dennoch viel schweres Wetter abzureiten hatten, wurde nun ein neues Rigg bestellt. Die X-95 ist zum Glück ein Klassenboot, so dass zwar das alte Nordic Rigg nicht in neu lieferbar war, aber John Mast bei Kopenhagen dennoch ein identisches 14,50m langes Profil liefern konnte. Mit allem drum uns dran, neuer Mastaufnahme unter Deck, neuen Wanten und Stagen, Umbau der alten Beschläge, Transport etc. stehen unter dem Strich 9711 Euro.Dennoch eine sehr lohnenswerte Investition für dieses Traumboot, was wirklich exzellent segelt und viele Glücksmomente bereitet.Nun sind wir bereits kurz vor Weihnachten, aber der neue Spargel steht!

Jetzt ist hier für weitere 30 Jahre Ruhe, sofern nicht unvorhergesehenes passiert. Ein gutes Gefühl…

Zunächst wurde am ersten Dezemberwochenende das Boot aus dem Wasser gekrant um es abzukärchern. Allerdings gab es NULL Bewuchs.

Eiskalt morgens an Deck, am großen Tag… 04.12.2019da ist der neue Spargel aus Dänemarkwunderbare Unterstützung der Firma Haubold Yachting aus Berlindie neue Mastaufnahme unter Deck14,50m hochwieder ein vollständiges Segelbootisses nicht hübsch…? 🙂ein Träumchen im winterlichen Havelwasser

Nun kann die Saison 2019 zu Ende gehen, am Samstag, 07.12. wird sie aus dem Wasser geholt. Kurzer fleißiger Winterlagerstopp und wieder ab ins Wasser. Die neue Saison kann kommen.