Tag 22: Gilleleje – Falsterbokanal/Höllviken

Mit der Sonne aufgewacht, traumhaftes Wetter, absolute Windstille. Klaus und ich gehen anstatt duschen 30 Minuten im Meer baden. Was für eine erfrischende Wohltat. So könnte ein Tag immer beginnen. Nach einer kurzen Süßwasserdusche für das Boot um die Salzkruste loszuwerden und einem leckeren Frühstück, geht es um 10.25 Uhr los. Wir legen in Gilleleje ab und fahren den ganzen Tag bei absoluter Windstille. Was für ein Kontrast zu gestern 😮

Es geht an der Nordküste von Seeland in den Öresund. Stunde um Stunde brennt die Sonne, dass wir sogar einen Sonnenschutz aufbauen.

Später dann an der Insel Ven vorbei, zwischen Kopenhagen und Malmö hindurch. Wir entscheiden uns für die Brückendurchfahrt. Es ist unglaublich wenig Schiffsverkehr, so dass wir sogar die Hauptdurchfahrt nehmen können. Abends überlegen wir dann spontan anstatt um das Falsterboreff zu fahren, dass wir den Falsterbokanal nehmen. Den kennen wir noch nicht. Um 20.40 Uhr laufen wir dann in den Hafen Höllviken ein. Der liegt direkt vor der Klappbrücke.

Abends zaubern wir eine Gemüsepfanne und sind sehr zufrieden mit der Welt.

53 Seemeilen heute geschafft.

726 Seemeilen auf der Urlaubslogge.

Gilleleje

Der Gummiadler umkreist uns

Sonnenschutz ist angebracht

Insel Ven im Öresund

Malmö

Kopenhagen

Hallo Schweden, mal wieder

Windpark ohne Wind

Höllviken

Tag 21: Anholt – Gilleleje/Seeland

Der Wecker klingelt um 8.00 Uhr. Alle sind schon wach, tun aber so, als ob sie noch schlafen. Keiner will nach draußen gucken, denn die Geräuschkulisse lässt erahnen, was die Wettervorhersage angekündigt hatte… 6 bis 7 Bft. aus südöstlicher Richtung. Folglich steht die Welle voll auf den Häfen, der Wind drückt das Boot quer an den Steg. Das Boot ist mit 8 Fendern abgefendert, aber es knarzt und quietscht. Der Wind im Rigg lässt das Boot im Hafen schräg liegen. Wir gehen duschen, schauen von der Mole aufs Meer… Keine Option, jetzt raus zu fahren. Beim Frühstück entscheide ich als Skipper, dass wir abwarten. Allgemeine Erleichterung macht sich breit und die Stimmung steigt schlagartig.

Option 1: Wir warten bis mittags. Sollte der Wind auf 6 Bft. zurück gehen, fahren wir noch los. Es sind knapp 50 Seemeilen bis Gilleleje auf Seeland. Da ich im Schnitt mit 5 Knoten Fahrt rechne, währen das 10 Stunden. Dann kommen wir eben im Dunkeln an.

Option 2: wir fahren morgen früh um 5 Uhr los. Der Wind soll abflauen. Notfalls dann unter Zuhilfenahme der Dieselgenua.

Nach dem Frühstück machen wir noch ein kleines Nickerchen und geben uns unseren Gedanken hin. Um 12.30 Uhr schaut Klaus raus und stellt fest, dass der Wind etwas schwächer pfeift.

Kurzes Abstimmen und wir sind uns einig… Auslaufen! Innerhalb von 20 Minuten sind wir ablegeklar, umgezogen und los geht’s.

Da der Wind uns voll auf den Steg drückt, fahren wir abgefendert in die Spring bis das Boot schräg am Steg liegt und fahren dann Vogas zurück. Ein perfektes professionelles Ablegemanöver. Bin stolz auf meine Crew.

Im Hafen setzen wir das Großsegel im 2.Reff und laufen unter Motor aus dem Hafen. Es knallt, scheppert und die Achterbahn geht los.

Dann Rollen wir das Vorsegel aus und laufen am Wind mit Schrick in den Schoten 7 Knoten.

Die Wellen haben bis zu 3m Höhe und Alex wird schwer seekrank. Ich hole Tabletten und es stabilisiert sich etwas.

Nach 48 Seemeilen, 6.2Knoten Durchschnittsgeschwindigkeit, 8.9 Knoten Topspeed laufen wir um 20.30 Uhr bei Sonnenuntergang in den Hafen Gilleleje auf Seeland ein.

Es war ein unfassbar schneller Trip, geniales Segeln. Ich bin dermaßen begeistert von meinem Boot.

Wir machen einen kurzen Eintopf, trocknen unsere Sachen und fallen in die Koje.

673 Seemeilen auf der Urlaubslogge.

Bewegte See am frühen Morgen

Sonnenuntergang auf See vor Seeland

Tag 20: Anholt

Heute haben wir einen Erholungstag eingelegt, uns Fahrräder gemietet und sind quer über die Insel gefahren / gelaufen. Insgesamt 18.5 km waren wir unterwegs, davon etwa ein Viertel mit dem Rad. Den Rest haben wir die Räder durch die „Wüste“ geschoben. Traumhafte Natur, Seehunde gesehen… Das ist hier tatsächlich mitten in der Ostsee ein kleines Paradies. Ein wunderschöner Tag liegt hinter uns.

Tag 19: Österby/Laesö – Anholt

Nach einem kurzen Frühstück mit dänischen Brötchen starten wir um 9.15 Uhr auf Laesö. Ziel heute ist Anholt, die berühmte Insel mitten in der Ostsee, der Meilenstein, der Mount Everest deutscher Fahrtensegler.

Es sind 5 bis 6 Bft. angesagt, die haben wir dann auch. Direkt vor dem Hafen die Segel gesetzt und dann Kurs östlich um Laesö gelegt. Mit uns startet auch eine Najad 331, welche unser Regattagegner bis Anholt sein sollte. Wir liegen meist vorne, nur kurz vorm Ziel macht er einen taktisch cleveren Schachzug, so dass wir kurz nach ihm ankommen, quasi 2 Minuten nach ihm einlaufen.

Unterwegs laufen wir im 1.Reff und unter Fock, maximal 9.8 Knoten. Nach 45 Seemeilen kommen wir dann mit einem Schnitt von 6.2 Knoten um 16.30 Uhr an. Das muss man erstmal schaffen. Wir sind völlig platt. Es war ein unfassbar schneller, sonniger und genialer Segeltag. Immer knapp an der Reff Grenze zum Reff 2.

Die Zeit verging megaschnell. Wir rasen derzeit kreuz und quer über die Ostsee. Das ist schon unfassbar, was man mit einem schnellen Boot plötzlich für Ziele erreichen kann. Die Ostsee wird deutlich kleiner 😊

Sehr zufrieden mit uns und dem Boot machen wir eine kurze Runde durch den Hafen und dann gehen Klaus und ich in der 18.5 Grad warmen Ostsee im Kattegat schwimmen. Das musste bei dem genialen Strand einfach sein.

Wir bleiben einen Tag hier. Es ist einfach traumhaft schön hier.

625 Seemeilen auf der Urlaubslogge.

Der Navigator chillaxt 🤣

Anholt in Sicht

Tag 18: Sandvik/Styrsö – Österby/Laesö

Ui… Hat das in der Nacht im Rigg gepfiffen und doll geregnet. Der Wecker klingelte um 7 Uhr und ganz vorsichtig öffneten wir die Luken und waren erstaunt… Da war die Sonne zu sehen 😊

Die Wettervorhersage war immer noch bei Südwest 5-6 Bft, wie die letzten Tage schon. Also erwartete und eine üble Welle gegenan. Wir planten daher nach Varberg die schwedische Küste entlang zu segeln, damit wir nicht gegen Wind und Welle knüppeln mussten. Um 8 Uhr machten wir die Leinen los, setzten noch im Hafen das Großsegel im 2. Reff und motorten aus dem Sund hinaus aufs Meer. Das erwartete Geschaukel traf ein und Wellen bis etwa 2m Höhe ließen die Chillax tanzen. Nachdem wir aus den Flachs heraus waren segelten wir hoch am Wind und das Boot lief super. Nach etwa einer Stunde mussten wir die Entscheidung treffen, ob wir nach Süden in Richtung Varberg abdrehen oder weiter gegen den Wind nach Dänemark, Laesö, wollen.

Da wir auf jeden Fall morgen nach Anholt wollten, der Wind morgen von Südwest auf West drehen soll heute das Wetter unerwartet gut war, entschieden wir, weiter gegen den Wind nach Laesö zu kreuzen. Dann können wir morgen mit halbem Wind südlich nach Anholt fliegen.

Also… Kurs Österby auf Laesö. Dann lernen wir also auch den zweiten Hafen auf Laesö in diesem Urlaub kennen.

Später nahm der Wind ab, auf etwa 4 Bft, dafür hatten wir mehr als einen Knoten Gegenstrom. Daher refften wir auf Reff 1 aus. Das Boot lief nun deutlich schneller.

Zwei drei lange Schläge später, wir mussten noch einer Regenfront ausweichen, erreichten wir um 15.40 Uhr unser Ziel nach 37 Seemeilen.

Es war ein anstrengender Törn, da viel Wind und noch mehr Welle, und alles gegen den Wind, aber es hat mega Spaß gemacht. Das Boot ist einfach ein Segeltraum.

Im Hafen mussten wir dann ordentlich aufräumen, denn alles war in der Kajüte durcheinander geflogen bei dem Getanze auf See.

Ein kleiner Spaziergang durch den Hafen, ein kurzer Einkauf im Supermarkt, Diesel an der Tankstelle geholt… Dann wurde warm gegessen. Dazu ein Bierchen aus der lokalen Brauerei, danach ein Strandspaziergang… Der Tag war super. Dafür liegen wir schon um 21 Uhr müde in der Koje. Morgen wollen wir wieder früh los. Anholt wartet.

580 Seemeilen auf der Urlaubslogge

Tag 17: Öckerö – Sandvik auf Styrsö

Ein schöner und sonniger Morgen, ausgiebig frühstücken, duschen, Diesel nachtanken… Alex wäscht Wäsche…Ganz entspannt überlegen wie, wo wir denn hin wollen, wie es die nächsten Tage weitergehen könnte. Das Wetterfenster bleibt ähnlich, 5 bis 6 Bft. aus Südwest. Nicht ideal, also bleiben wir noch einen Tag in dem schönen Schärengarten und suchen einen Hafen aus, der den Absprung nach Laesö günstig erscheinen lässt. Da Laesö nur knapp 30 Seemeilen entfernt ist, können wir dann auch gegenan kreuzen um danach bei halbem Wind in Richtung zu segeln…so die Theorie.Wir stecken einen Kurs ab, der uns 8 Seemeilen Segelspaß verspricht um dann einen ganz engen kleinen Sund abseits der üblichen Fahrwasser zu befahren. Ziel ist Styrsö, und hier der nördlichere Hafen Sandvik.Wir legen um 11.45 Uhr ab und setzen im Hafen das gereffte Großsegel. Direkt nach dem Auslaufen rollen wir die Fock aus und Chillax rennt hoch am Wind los. 8.2 Knoten war heute Topspeed. Wir hangeln uns unter Segeln durch den Göteborgarchipel. Das Segeln ist heute bei Sonne und ohne Regen bei 5-6 Bft. ein absoluter Genuss.Es ist schade, dass wir nach 8 Seemeilen den kleinen Sund erreichen und die Segel bergen müssen, aber da ist es so eng, dass uns teilweise nur 5m Platz zwischen den Felsen unter Wasser bleibt um uns durchzuzirkeln. Alex und Klaus ist dabei etwas mulmig zumute, ich vertraue in vollster Auflösung dem Plotter. Alles passt und um 13.45 Uhr liegen wir fest in der kleinen Sandvik Marina auf Styrsö.Nach dem Klarieren des Bootes kommt der Regen und wir machen es uns im Boot mit Zimtschnecken gemütlich, die Alex morgens beim Bäcker besorgt hat. Nachher noch ein Spaziergang über die Insel, wenn der Regen durchgezogen ist.Auf der Logge stehen heute 11 Seemeilen.Somit haben wir auf der Urlaubslogge jetzt 543 Seemeilen verbucht.

Tag 16: Göteborg – Öckerö

Die Flucht aus der Großstadt…das fässt den heutigen Tag gut zusammen. Göteborg ist ok, aber mehr nicht. Ideal für einen Crewwechsel, aber sonst zieht es uns in die ruhige Natur zurück, auf die kleinen Inseln.

Nach Studium der Seekarten haben wir uns für eine der 10 vorgelagerten Inseln des Göteborgarchipels, oder auch dem Göteborger Schärengarten, entschieden, und zwar für Öckerö.

Wir motoren auf dem Fluß Göta aus dem Hafengebiet bis zur Brücke, wo wieder segeln erlaubt ist. Or uns setzt eine neue Bavaria 37 die Segel, das ist die Aufforderung zu einer Regatta 🤣

Also Segel gesetzt und hoch am Wind laufend den Chartereimer zersägt 😂😂😂

Muss etwas deprimierend sein, von einem so kleinen Boot so überholt zu werden. Klaus gibt das Steuer nicht aus der Hand und hat seine helle Freude mit dem Boot.

Nach 12 Seemeilen und nach knapp zwei Stunden legen wir auf Öckerö an und liegen gut am Gästesteg. 280 Kronen sind OK.

Ein Hafenrundgang und ein Spaziergang zur Inselmitte, zur Inselkirche, folgen. Es ist wirklich schön hier und wir fühlen uns sauwohl.

532 Meilen auf der Urlaubslogge

Tag 15: Göteborg

Der Wecker klingelte um 4.30 Uhr und wir brachten mit müden Augen Norbert zum Busbahnhof. Er verließ uns heute und dafür kam dann Klaus aus Werder zu uns. Er wird uns die nächsten zwei Wochen begleiten.

Es war ein völlig verregneter Tag. Wir haben ihn mit einkaufen und einer Stadtrunde verbracht, unterbrochen von einem Mittagsschläfchen 😊

Morgen wollen wir aus Göteborg wieder raus auf einer der vorgelagerten Schären. Ein bisschen Zeit wollen wir hier oben noch verbringen und nicht zurückhetzen.

Tschüß, Norbert 😭

Lidl Göteborg

Dachpool

Tag 14: Marstrand – Göteborg

Der Wecker klingelte heute mal wieder, diesmal um 8 Uhr. Norbert muss einen Flug buchen und irgendwo ausdrucken lassen, da das Handy defekt ist.

Das erledigen wir dann beim Hafenmeister. Nach einem Frühstück geht’s um 10.30 Uhr los unter Motor nach Göteborg. Da steigt dann Norbert morgen aus und fliegt nach Hamburg zurück, dafür kommt dann Klaus aus Berlin an Bord.

Das Wetter hält sich und wir motoren gegen den Wind, nur das letzte Stück nach Göteborg rein können wir segeln.

Gegen 15.30 Uhr sind wir dann im Zentrum, im Lilla Bommen Havn fest nach 24 Seemeilen.

Dann suchen wir den Bus für morgen, damit Norbert weiß, wo er hin muss. Eine kleine Stadtrunde wird auch noch gedreht. Ist schon ein Weilchen her, dass ich hier war.

Insgesamt 520 Seemeilen auf der Urlaubslogge.

Tag 13: Almösund – Marstand

11.26 Uhr in Almösund abgelegt. Viel gibt es hier nicht zu erzählen. Eine Toilette und eine Dusche für den ganzen Hafen…

Ein Stopp eben, einer mit sehr schönem Blick auf den Fjord.

Wir sind dann um die Insel Tjörn motort und waren knapp drei Stunden später in Marstrand, dem schwedischen Segelmekka.

Ein wirklich schöner Ort, tolle Aussicht von der Burg aus. Nach einem ausgiebigen Spaziergang genießen wir nun vom Boot aus das Hafentreiben.

Anbei ein paar Impressionen von einer wirklich traumhaften Ecke Europas.

13.5 weitere Seemeilen geschafft.

495.5 Seemeilen auf der Urlaubslogge.