17.04.2019 – Mast stellen und 12 Stunden basteln

Gleich um 8 Uhr konnten wir am Mastenkran anlegen und mit dem sehr netten Hafenmeister vom SV Trave den Mast stellen. Leider klappte mal wieder nicht alles auf Anhieb, weil wir im Winterlager alles vom Mast demontiert hatten… So musste nachgebessert werden 😊 nach 90 Minuten stand der Knüppel aber. Wolfgang kletterte dann noch an die erste Saling und fummelte die Mittelwanten auch noch in die Führung am Salingnockbeschlag. So sparten wir uns ein weiteres Mal an den Mastenkran zu müssen. Hat schon mal besser geklappt, aber wir kommen ja quasi direkt aus dem Winterlager.Der Rest des Tages wurde gefüllt durch endloses Geschraube, Trimmen, anbauen, Segel anschlagen, Elektrik nachbessern und aufräumen. Nach 12 Stunden haben wir das erste Mal heute was gegessen und machten uns an eine grobe Törnplanung für morgen. 8 Seemeilen bis Travemünde, dann 53 Seemeilen nach Gedser in Dänemark, 52 Seemeilen nach Warnemünde oder 4w Seemeilen bis Kühlungsborn. Angesagt ist Nordostwind, genau dahin mussen wir aber… Das wird sich dann morgen erst im Laufe des Segeltahes entscheiden, was wir anliegen können. Müssen früh los. Früh ists aber noch sehr kalt.

Fallersleben – Lauenburg – Lübeck

15.4./16.4.2019Gestern sind wir in einem Rutsch den gesamten Elbeseitenkanal durchgefahren. Morgens um 7 Uhr im Yachtclub Fallersleben abgelegt, 13.45 Uhr Schleuse Uelzen, 18.10 Uhr Schiffshebewerk Scharnebeck, 18.45 Uhr nach einem kurzen Schlenker über die Elbe in Lauenburg angelegt. 120 km in knapp 12 Stunden. Abends noch lecker Pasta essen gewesen.Die Hallberg Rassy 29 aus dem Wannsee ist übrigens zeitgleich mit und gestartet, hat aber den Weg über die Elbe genommen. Sie war nur ca. 2 Stunden vor uns in Lauenburg.eHeute früh dann um 7 Uhr im Skippertreff Lauenburg abgelegt. Der Elbe Lübeck Kanal hat ja mit 10 km/h eine Geschwindigkeitsbegrenzung und die 7 Schleusen sollten idealerweise dann in „grüner Welle“ zu passieren sein, ohne große Wartezeiten.7.30 Uhr Schleuse Lauenburg8.45 Uhr Schleuse Witzeeze11.50 Uhr Donnerschleuse12.50 Uhr Schleuse Behlendorf13.20 Uhr Schleuse Berkenthin14.20 Uhr Schleuse Krummesse15.15 Uhr Schleuse Büssau16.30 Uhr 30 Minuten an der Hubbrücke in Lübeck gewartet18.00 Ankunft im SV Trave auf der HerreninselDer Tag war wunderschön, startete eiskalt mit Eis an Deck, war durchgehend sonnig und mittags 15 Grad warm. Ein toller Tag und wir sind tatsächlich, trotz des weiten Umwegs über den Elbeseitenkanal in 4 Tagen hier in Lübeck angekommen.. Einen Tag eher, als vermutet. Morgen wird der Mast gestellt. Wir haben eben noch alles vorbereitet.

Tag 2 Genthin – Fallersleben

Tja… Zusammenfassung des Tages: um die Null Grad und Dauernieselregen. Wir wechselten uns regelmäßig ab und einer konnte sich in der Kajüte neben der mäßigen Spiritusheizung aufwärmen. Immerhin konnten wir drinnen 14 bis 16 Grad Wärme erzeugen. Alle Schleusen waren nett zu uns, wir hatten wieder kaum Wartezeiten. Da wir unbedingt einen Stromanschluß für die Nacht und den Heizlüfter haben wollten, telefonierten wir die Häfen ab. Wolfsburg hatte nur 1.50m Wassertiefe, die Anleger im Mittellandkanal hatten keine Stromanschlüsse, so dass wir entschieden weiter zu fahren bis Fallersleben. Zum Glück spielte auch die letzte Schleuse mit, so dass wir nach 130km in Fallersleben einliefen. Der nette Telefonkontakt versprach uns, dass wir trotz nur 1.30m Wassertiefe reinkommen würden. So zogen wir den Kiel 40cm durch den Schlamm und legten in der Dämmerung an. Alles war wieder gut. Heizlüfter lief, Funke konnte aufladen, wir konnten ausgiebig heiss duschen und hatten einen netten Abend im Hafenlokal. Nach mehreren Bierchen, tschechischer selbstgemachter Wurst und internationalem Geplauder fielen wir in die Koje. 😊

Bombenstimmung Berlin-Genthin

Der Weg von Berlin nach Mönkebude dauert in der Regel 3 bis 4 Tage und führt über den Oderhavelkanal zur Oder nach Stettin. Just in Time wurde nun eine Weltkriegsbombe im Oderhavelkanal direkt hinter Berlin gefunden. 200m Vollsperrung sind auf 8 Wochen avisiert. Es gibt keine Möglichkeit der Umfahrung. Es sei denn… über die Havel zur Elbe. Die hat aber immer wenig Wasser, so dass wir uns für die Deutschlandrundreise entschieden haben.

Am ersten Tag sind wir von Berlin über Havel und den Elbehavelkanal nach Genthin gefahren. Es ist nicht so einfach Liegestellen zu finden, die genug Wasser für ein Sportboot haben 😊 In den Hafen kamen wir dann auch nicht rein, also machten qir an der Liegestelle aussen fest. Ohne Strom…bei 8 Grad Außentemperatur grenzwertig, da noch keine Heizung eingebaut wurde. Also ging es ohne Heizlüfter in die Koje. Nicki kam den ersten Tag mit, ließ sich aber von Mama abends abholen. So hatten Wolfgang und ich das Boot für uns 😀😅. 94km Strecke gemacht, bei den Schleusen kaum Wartezeiten gehabt. Nasskalt und ekelig. Aber gute Stimmung.

letzte Arbeiten und nun schwimmt sie

Zwei Urlaubstage verlängerten mein Wochenende und es wurde viel geschafft.

Leider gab am Freitag noch die Badeleiter nach, so dass eine sehr kurzfristige Lösung her musste. Zum Glück ist der Edelstahlschweisser meines Vertrauens, die „Schäkelboutique“ in Pichelswerder, super zuverlässig und flexibel. Er baute mir innerhalb eines halben Tages eine neue Halterung, die nun bombenfest am Heck sitzt.

Alt:

Neu:

Danach wurden durch den Mast zwei neue Stromkabel gelegt und das Funkkabel samt Antenne ersetzt:

Dann wurde die neue alte Lady in einer Hopplahoppaktion ins Wasser gekrant.

Alles dicht, Boot schwimmt, Motor läuft und sieht auch noch gut aus 🙂

 

geht’s noch schöner ? Was für ein Traum von Boot.

 

Dann wurde etwas Deko im Innenraum angebracht, für die Gemütlichkeit unter Deck:

 

Nun kann ich das Cockpit schleifen, vorbereiten, abkleben und streichen.

Am Wochenende bekommt der Motor eine Wartung von meinem Kumpel Norbert aus Bremen.

Am 13.4. starten wir in Richtung Stettin und dann an die Ostsee.

 

Deck neu lackiert / Innenraum wird schöner

Das letzte Wochenende wurde genutzt um den Decksbelag zu schleifen, abzukleben und neu zu lackieren. Die alte Farbe war nicht mehr rutschfest und barg auf See einige Unsicherheit.

Also…alles runter! Deck ausgiebig waschen, schleifen, schleifen, schleifen, entfetten, abkleben und 2x streichen.

Zum Abkleben der Flächen benutzte ich ein Klebeband von Tesa, welches auch um Biegungen gelegt werden kann. Das Abkleben der Flächen nahm ca. 3 Stunden in Anspruch. An zweit tagen strich ich somit im Abstand von knapp 20 Stunden 2x das Deck mit Interdeck „grau“ von International. Da die Farbe erst nach 4 Tagen komplett durchgehärtet ist musste ich am zweiten Tag bei der zweiten Lackierung vorsichtig auf alten Cockpitkissen knien. Hat aber gut geklappt, das Ergebnis ist großartig.

Dann haben wir noch die neuen Innenraumvorhänge mit Klettband befestigt. Jetzt ist es abends blickdicht und die Sonne kann ausgesperrt werden.

Eine kleine Bildersammlung:

Elektrik – Funk – Innenraumspaß

Hatte ein langes Wochenende zum basteln. Das Wetter war stürmisch und kalt, aber es standen ja Innenraumarbeiten an:

Batterien austauschen, Funkgerät einbauen, Lautsprecher neu verkabeln, Radio wieder einbauen, USB Verteiler einbauen, Vorhänge planen

Die alte eine 60AH  Verbraucherbatterie wurde gegen zwei 100AH VETUS Batterien getauscht. Alles schön sorgfältig verkabelt und in neuen Batteriestaukästen vergurtet. Da die Batterien schon vorhanden waren, sind es nun eben zwei Verbraucher. Die Starterbatterie sitzt im Motorraum.

Dann wurde es Zeit, die Elektrik zu säubern. Dahinter sah es wild und schmutzig aus, aber etwas Kontaktspray, viel Durchmessen und viel Geduld später, läuft alles. Hier ist in den nächsten Jahren allerdings mal Bedarf die Elektrik mal aufzuräumen und zu sortieren.

Das Paneel wurde geschliffen und 2x lackiert, das Radio eingebaut, das Funkgerät verdrahtet. Besonders die kreativ verkabelten Lautsprecher haben nun neue Leitungen. Dazu ein neuer USB Verteiler an der Navi. Das ist ja heute unverzichtbar.

Das fliegend verdrahtete Kabel für den Aussenkartenplotter hat nun auch einen ordentlichen Kabelkanal. Auch hier jetzt anders angeschlossen und Kabelsalat entsorgt. Aufgrund fehlender Innenschale die einzige Lösung.

Zu guter Letzt habe ich mit Packpapier die Vorhänge Maß genommen. Die werden in Zukunft mit Klettband befestigt und verdunkeln abends oder halten bei Hitze die Sonne etwas fern.

Töchterchen fühlte sich dabei sehr wohl und machte es sich im Vorschiff kuschelig 🙂

Mal wieder viel Geld und Zeit investiert, aber es ist ja unser liebstes Lieblingshobby 🙂

Unterwasserschiff ist fertig

Bei der Chillax habe ich in den letzten zwei Wochen das Antifouling (Trilux) angeschliffen und einen sehr glatten Untergrund erzeugt. Kleinigkeiten wurden mit Epoxy ausgespachtelt, damit es annähernd perfekt wird.

Der Kiel, der ja bei Eberswalde im Kanal bei der Bootsüberführung an einem Stein den Kürzeren gezogen hatte, habe ich immer wieder mit Epoxy gespachtelt, Glasfaser laminiert, wieder gespachtelt, geschliffen, feingespachtelt… jetzt ist er wieder schön und strömungsgünstig 🙂

Dann habe ich, nach intensivem Fachaustausch mit der Fa. International Bootsfarben, mit für VC Offshore EU entschieden. 2,75l Muschelweiß, oder Doverweiß, sind in drei Schichten verarbeitet worden.

Der Kiel wurde signalrot auch mit VC Offshore EU gestrichen, damit die Fische gewarnt sind, dass da was Schnelles kommt 🙂

 

So, ready to sail. Jetzt kommen nur noch Arbeiten dran, die im Innenraum liegen und das Deck will ich neu mit Antirutschfarbe lackieren.

neue Seite hier: Videos eingestellt

Ich habe die Seite „YouTube“ in „Videos“ umbenannt und stelle hier nun immer mal wieder aktuelle Videos direkt ein. Werde dies dann hier bekanntgeben.

Jetzt habe ich die Videos seit Kauf der X-95 im Sommer 2018 eingestellt. Nichts professionelles, aber es macht Spaß.

Videos