18.4.19 Lübeck – Warnemünde

Um 6.50 Uhr Leinen los im SC Trave und unter Maschine nach Travemünde knapp 8 Seemeilen motort. Vor dem Passathafen haben wir die Segel gesetzt und sind auf die Ostsee rausgefahren. Dort erwartete uns leider der vorhergesagte NO Wind, genau gegenan, wo wir hinwollten. Zunächst knapp 4Bft und kleinere Welle wurden dann schnell zu schaumkronigen 5 Bft. und größeren Wellen, je weiter wir aus der Lübecker Bucht kreuzten. Auf Höhe Timmendorf auf der Insel Poel war es dann besonders heftig und wir wurden durchgeschüttelt und geduscht. Das war bei 11 Grad Außentemperatur und dem Wind trotz Dauersonne alles andere als ein Kindergeburtstag. Wir waren ziemlich erschöpft, aber das Boot lief auf dem ersten Törn der Saison direkt wie ein Flitzebogen. Ein Traum von Boot, was die Segeleigenschaften angeht. Kurz vor Kühlungsborn hatte ich ein Powernap hinter mir und plötzlich war der Wind komplett weg. Leider stoppten die Wellen nichtbund wir eierten in der starken Dünung, so dass wir ca. 15 Minuten den Motor laufen ließen. Plötzlich war der Wind in alter Stärke wieder da und weiter ging es. Eigentlich hatten wir dann die Nase voll und wollten Kühlungsborn anlaufen, aber die Logge zeigte nun dauerhaft 6 bis 7 Knoten Fahrt am Wind. Also ließ ich Wolfgang über unser weiteres Schicksal entscheiden. Warm, duschen und endlichbwas essen, oder 12 Seemeilen weiter in unser geliebtes Warnemünde… Um genau 20 Uhr legten wir im SC Warnemünde an der Mittelmole an. Abends rundete eine Restaurantbesuch den Tag ab und wir fielen erschöpft in die Kojen, nicht ohne vorher einen Entspannungshafentag beschlossen zu haben.

67 Seemeilen, 13 Stunden auf See.

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