Tag 14: Marstrand – Göteborg

Der Wecker klingelte heute mal wieder, diesmal um 8 Uhr. Norbert muss einen Flug buchen und irgendwo ausdrucken lassen, da das Handy defekt ist.

Das erledigen wir dann beim Hafenmeister. Nach einem Frühstück geht’s um 10.30 Uhr los unter Motor nach Göteborg. Da steigt dann Norbert morgen aus und fliegt nach Hamburg zurück, dafür kommt dann Klaus aus Berlin an Bord.

Das Wetter hält sich und wir motoren gegen den Wind, nur das letzte Stück nach Göteborg rein können wir segeln.

Gegen 15.30 Uhr sind wir dann im Zentrum, im Lilla Bommen Havn fest nach 24 Seemeilen.

Dann suchen wir den Bus für morgen, damit Norbert weiß, wo er hin muss. Eine kleine Stadtrunde wird auch noch gedreht. Ist schon ein Weilchen her, dass ich hier war.

Insgesamt 520 Seemeilen auf der Urlaubslogge.

Tag 13: Almösund – Marstand

11.26 Uhr in Almösund abgelegt. Viel gibt es hier nicht zu erzählen. Eine Toilette und eine Dusche für den ganzen Hafen…

Ein Stopp eben, einer mit sehr schönem Blick auf den Fjord.

Wir sind dann um die Insel Tjörn motort und waren knapp drei Stunden später in Marstrand, dem schwedischen Segelmekka.

Ein wirklich schöner Ort, tolle Aussicht von der Burg aus. Nach einem ausgiebigen Spaziergang genießen wir nun vom Boot aus das Hafentreiben.

Anbei ein paar Impressionen von einer wirklich traumhaften Ecke Europas.

13.5 weitere Seemeilen geschafft.

495.5 Seemeilen auf der Urlaubslogge.

Tag 12: Ellös – Almösund/Tjörn – rund Orust

Nach einer sehr unruhigen Nacht mit viel Geschaukel sind wir dann erst mittags los. Da der Wind immer noch mit West und Stärke 6-7 auf der Küste steht, wollen wir innen durch die Schären gehen und die Insel Orust umrunden.

Es wird ein toller Tag mit viel Sonne, großartiger Landschaft, viel Platz zum geschützten Segeln.

Wir kommen vorbei an der Vindö Weft auf Orust und landen schließlich in Almösund auf Tjörn. Zunächst wollten wir Stenungsund anlaufen, aber die viele Industrie und das ungemütliche Flair lassen uns doch auf die andere Seite nach Almösund gehen. Hier liegen wir schön und ein toller Tag mit 33 weiteren Seemeilen geht zur Neige. Abends wird es ziemlich kühl und ab morgen ist wieder Regen angesagt… Na mal schauen.

482 Seemeilen auf der Urlaubslogge

Stenungsund

Almösund

Guts Nächtle, was für ein Ausblick

Tag 11: Hamburgsund – Ellös

Früh morgens beim Frühstück haben wir das Wetterfenster analysiert und besprochen. Leider hält die westliche Starkwindlage schon seit Tagen an und es wird sich auch in der kommenden Woche nur sporadisch erholen. Oslo ist jetzt leicht erreichbar, aber wir haben dann echte Probleme wieder aus dem Oslo Fjord rauszukommen und gen Süden zu segeln… WENN sich die Wettervorhersage denn bestätigt… aber sie zu ignorieren wäre leichtfertig! Also ist Norwegen knapp 30 Meilen vor der norwegischen Grenze für dieses Jahr gestorben. Wir werden immerhin nah dran.

Wir beschließen den selben Weg zurück zu fahren und dann Orust zu umrunden, damit wir in geschütztem Fahrwasser bleiben. Klaus wird telefonisch informiert, dass wir uns dann Samstag in Göteborg treffen, statt in Oslo. Zum Glück ist er sehr flexibel.

Auf dem Rückweg bestätigt sich dann unsere Einschätzung, dass der Wind eher zunimmt, als abnimmt. In Böen sind es deutlich 7 Windstärken und wenn wir über freie, etwas ungeschützte Flächen fahren, bekommen wir richtig Wind und Wellen auf die Nase. Der Motor lauft den ganzen Tag fleißig und schiebt uns tapfer gegen hohe Wellen, Strom und Wind. Es wird wieder mal nass, sehr nass, obwohl immerhin die Sonne scheint. 31 Seemeilen, olle Bolzerei, wieder direkt an den Felsen und auf Legerwall… die Rollfock zeitweise einen Zipfel weit ausgerollt, damit sie uns als Stützsegel stabilisiert. Abends um kurz nach 18 Uhr sind wir dann wieder in Ellös. Beim Anleger geht der Motor aus. Ich fahre einen Notanleger mit letzter Fahrt in Boot und wir machen fest. Norbert checkt die beiden Dieselfilter und reinigt sie. Wasser im Diesel… Nach über 200l, die wir diese Saison durchgejagt haben, nicht ungewöhnlich… Hätte aber auch nicht eher passieren dürfen, als wir ein paar Meter neben den Felsen bei auflandigem Starkwind motort sind🙈

Abends gehen wir dann essen und fallen müde in die Kojen. Es wird eine schaukelige und unruhige Nacht, da der Wind voll auf den Häfen drückt.

6 Stunden Fahrt für 31 Seemeilen.

449 Meilen auf der Urlaubslogge

Oben Diesel, unten Wasser…

Tag 10: Ellös – Malmön – Hamburgsund

Um 11.35 Uhr schmissen wir in Ellös die Leinen los. Die Westwindlage drückt seit Tagen voll auf die Küste mit 6 bis 7 Bft. Immer wieder regnet es etwas. Wir kommen gut weg und fahren relativ geschützt im Schärenfahrwasser unter Vorsegel. Vor Malmön drückt die offene See derart hohe Wellen rein, dass wir entscheiden, abzudrehen. Teilweise 3m Welle und waagerechte Regen… Nein. Wir fahren in der Malmönfjord und legen um 14.10 Uhr in Malmön an. Kurz verschnaufen, etwas essen… Und nun? Wir studieren Seekarten und Plotter und finden einen Weg hintenrum. Also um 15.10 Uhr wieder ablegen und weitere 17 Seemeilen vor der Nase. Es läuft gut, aber immer da, wo der See Raum etwas offener wird, bekommen wir voll auf die Nase. Motor läuft nun ständig mit, teilweise ist das Fahrwasser so eng, dass wir fast die Felsen anfassen können.

Wir nehmen dann den schönen Sotenkanalen mit der Drehbrücke, bei der ich mich auf UKW Kanal 6 anmelde. Die öffnet dann auch prompt, ohne dass wir warten müssen.

Wir kommen immer wieder in kochendes Wasser, irre, was sich hier aufbaut.

18.20 Uhr sind wir dann in Hamburgsund fest, im Windschatten sehr geschützt. Es ist schon hier und wir sind platt, nach nur 33 Seemeilen heute.

Wieder ein extrem beeindruckender Tag. Landschaftlich haben wir wahnsinns Eindrücke mitgenommen. Man kann das gar nicht in Worte fassen, was wir hier erleben. Traumhaft, anstrengend, wunderschön.

418 Seemeilen auf der Urlaubslogge

Malmön

Smögen

Sotenkanalen

Hamburgsund

Kirche Hamburgsund

Blau: ursprünglicher Plan

Rot: gefahrene Route

Tag 9: Ellös – Ellös

Aufgrund technischer Probleme sind wir nicht aus Ellös rausgekommen. Dazu später mehr. Wind in Böen bis zu 9 Bft. brachten das Boot und seine Crew an die Grenzen. Wir mussten umdrehen, den Schaden am Mast begutachten, einen Hafentag einlegen und überlegen, ob und wie es weitergeht.

Tag 8: Skagen – Ellös

Tja, der Tag begann verregneten und windig. Wir hatten abends noch die Pläne übers Cockpit geworfen und so war es einigermaßen erträglich.

Wir hatten Uwe mit seiner Scampi 30 aus Ueckermünde getroffen, der dann auch auslief mit Ziel südlich Göteborg. Wir gingen erstmal duschen und schauten uns die stürmischen Prognosen an. Über der Nordsee hängt ein Tief, dass sich zu uns rüberwälzen wird. Entweder werden wir hier ein paar Tage eingeweht oder wir flüchten rüber nach Schweden. Dann aber sofort. Skagen hat keinen schönen Hafen, shoppen wollten wir nicht…

Nach kurzer Besprechung kippen wir unseren ersten Hafentag und machten das Boot klar.

Um 10.45 Uhr machten wir in Skagen die Leinen los.

Wir setzten im Vorhafen die Segel und legten Kurs Schweden an. Wohin war erstmal egal, mal sehen, was der Wind so bringt. Wir legten zwischen 30 und 60 Grad an und konnten einen guten Halbwindkurs fahren. Anfangs flaute es etwas ab, dann rannte das Boot los.

Es baute sich locker 2m Welle auf und wir segelten ständig zwischen 8 und 9 Knoten Speed. Der GPS Topspeed lag bei 12.2 Knoten. Der Durchschnittswert lag später bei 6.9 Knoten. Ein verrückter Wert. Eine so schnelle Passage hatte ich noch nie erlebt. Allerdings war das heute körperlich sehr anstrengend und grenzwertig. Das Boot bei diesen Wellen und diesem Speed auf Kurs zu halten war schon harte Arbeit. Aber es hat megamäßig viel Spaß gemacht 😊

Wir liefen dann zur Insel Orust und legten und auf Ellös fest. Der Ellösfjord bietet bei fast jeder Windrichtung guten Schutz. Genau das wollten wir.

Wir liefen um 17.05 Uhr nach 43.3 Seemeilen in den Hafen ein.

Müde, geschafft, aber zufrieden. Das Ziel Oslo, was eigentlich schon gestorben war, ist wieder realistisch geworden. Und traumhaft schön ist es hier auch.

385,5 Seemeilen auf der Urlaubslogge

Tschüß Skagen

Neue Kartensätze für Schweden

Land in Sicht

Hallo Schweden

Ansteuerung Ellös

Schön schön hier

Sieht nicht gut aus in den nächsten Tagen. Wir verstecken uns in den Schären

Tag 7: Vesterö /Laesö – Skagen

Ausschlafen war uns wichtig…und wurden prompt Punkt 6 Uhr vom Horn der Fähre geweckt, die den Hafen verließ…Aber wir waren stur und drehten uns nochmal um.Nach der Morgenroutine (Hammerwort, sagt meine Tochter immer…) gingen wir zum Supermarkt unf holten Diesel von der Tankstelle. Schon war ich wieder 50 Euro los…Um 10.45 Uhr legten wir bei Sonnenschein und völliger Windstille ab, verließen den Hafen, schalteten den Autopiloten ein und fuhren unter Motor nach Skagen. Unterwegs frühstücken wir und genossen die Sonne. Nach 28.4 Seemeilen erreichten wir Skagen und waren im 15.30 Uhr fest.Hier liegen wir neben Industrie und Restaurants recht laut und wenig idyllisch.Wir machten uns dann zu Fuß auf nach Grenen, der letzten Landspitze Dänemarks, wo die Ostsee und die Nordsee ineinander übergehen. 5km hin und 5km wieder zurück.Das letzte Mal war ich um das Jahr 2000 hier, es ist nun deutlich touristischer als früher.Dann kam noch ein junger Seehund angeschwommen und kroch nicht scheu auf den Strand. Auf dem Rückweg steht dann plötzlich ein Reh neben uns. Natur pur.Von der Megawanderung erschopft zogen wir uns dann landfein um und gingen gut essen. Ein schöner Tag endete mit einem schönen Abend.Toller Urlaub bisher, aber das Wetter soll schlechter und starkwindig werden. Mal abwarten. Morgen machen wir wohl einen Tag Pause.

342,4 Seemeilen auf der Urlaubslogge

Die Chillax Crew schickt Grüße aus Skagen. Genau hier stoßen Nordsee und Ostsee zusammen. Hinter uns ist der Wasserwirbel zu erkennen.

Tag 6: Bönnerup – Vesterö/Laesö

Heute früh schnell zum Brugsen (Supermarkt) gelaufen und eingekauft, dann um 10.20 Uhr Leinen los bei bestem Sonnenschein mit Ziel Laesö.

Nach einer knappen Stunde war der Wind dünne und wir schmeißen den Diesel an und unterstützen das Segeln. Das bleibt so bis zum Ziel 🙈

Gewitter ziehen von achtern auf und wir korrigieren den Kurs so, dass sie hinter uns durchziehen. Es erwischen uns dennoch einige heftige Regenschauer. Immer wieder kommt mal die Sonne durch. Norbert verbringt fast den ganzen Tag unter Deck, Alex schläft im Cockpit. Ziemlich ereignisloser Tag, dennoch recht schön.

Nach 53.4 Seemeilen erreichen wir nach 9 Stunden um 19.20 Uhr Vesterö Havn auf Laesö.

Noch ein kurzer Rundgang, Abendessen… Morgen dann ein kurzer Hopser nach Skagen. Dort wollen wir dann einen Ruhetag einlegen. Die Crew meutert schon, es ist zu viel und zu anstrengend. Oslo als Ziel ist nun fraglich, zumal die nächste Woche übler Starkwind angesagt ist hier oben. Na wir werden von Tag zu Tag entscheiden.

314 Seemeilen auf der Urlaubslogge

Tag 5: Langör/Samsö – Bönnerup

Heute früh schien die Sonne und wir ließen es langsam angehen. Schön ausgeschlafen bis 8.30 Uhr und gut gefrühstückt.10.45 Uhr auf Samsö abgelegt mit Kurs auf Grenada, eventuell Anholt.Nördlich von Samsö leider bösen Kontakt mit einem nicht auf der Seekarte verzeichneten Stein gehabt, bin gespannt, wie der Kiel aussieht.Sofort Bodenbretter hoch, kein Wassereinbruch. Nach Kontakt bei 5.5 Knoten Fahrt unter Motor nicht selbstverständlich…Also Segel gesetzt und los geht’s…Wir laufen wahnsinnig schnell unter gerefftem Großsegel und Fock, in der Spitze 11.2 Knoten. Das ist eine neue Rekordmarke für uns. Das ist fast doppelte theoretische Rumpfgeschwindigkeit. Verrückt.Als wir gerade überlegen nach Anholt weiterzusegeln kommt ein Gewitter auf, welches zum Glück nur viel Wind und Regen bringt. Anholt ist abgehakt, wir fahren in Richtung Grenada am dänischen Festland.Als es weiter so gut läuft, entscheiden wir weiter noch weiter zu segeln und entdecken auf der Karte den Hafen Bönnerup. Das sieht für den morgigen Absprung nach Laesö vielversprechend aus.Dann schläft eine Stunde vor dem Ziel doch noch der Wind ein und wir Motoren das letzte Stück.Um 19.30 Uhr machen wir nach 8.45 Stunden und genau 50 Seemeilen fest.260 Seemeilen auf der Urlaubslogge